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Geschlechtskrankheiten Teil 1/1

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Begriffe

Sexuell übertragbare Krankheiten
EINLEITUNG

In dieser Rubrik geht es um alle Geschlechtskrankheiten, die Frau und Mann betreffen können. Die Symthome, welches Geschlechtskrankheiten erkennen lassen, sind vielfälltig und nur eine gründliche medizinische Untersuchung und ständige Beobachtung der Krankheitsverlaufes hilft erfolgreich diese zu heilen bzw. zu lindern. Jasmin Stolle

 

BEGRIFFE
Geschlechtskrankheit

Geschlechtskrankheit, venerische Krankheit, Pauken und Trompeten, Türkische Musik, Syphilis, Lues, harter Schanker, Lustseuche, Franzosenkrankheit Gonorrhö, Tripper, Trio (salopp), Kavaliersschnupfen (scherzh.), Kavalierskrankheit (scherzh.) Untersuchung auf Geschlechtskrankheit, Schwanzappell (derb), Schwanzparade (derb) eine Geschlechtskrankheit bekommen, sich eine Geschlechtskrankheit zuziehen, sich etwas holen (salopp), sich etwas aufsacken (salopp), sich die Musik holen (ugs.), geschlechtskrank werden, zum Handkuß kommen (österr.) vom Mann: sich die Gießkanne verbiegen (salopp), sich den Lauf verstopfen (salopp), sich den Schwanz verbrennen (derb) eine Geschlechtskrankheit haben, geschlechtskrank sein vom Mann: wie auf Eiern gehen (salopp), dicke Eier haben (vulgär)

 

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten (venerische Krankheiten), Infektionskrankheiten, die überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen werden und deren Erscheinungen v.)a. an der Haut und an den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane auftreten. Zu den G. des Menschen gehören Tripper, Syphilis, weicher Schanker und Lymphogranuloma inguinale. Behandlung und Bekämpfung der G. sind in der BR Deutschland nach dem Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom 23.07.1953 (geändert) geregelt. Der die G. feststellende Arzt muß die Ansteckungsquelle und eventuelle Kontaktpersonen ermitteln und darauf dringen, daß diese sich in ärztl. Beobachtung bzw. Behandlung begeben.

 

Sexualität

Sexualität [lat.] (Geschlechtlichkeit), das auf die Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse und die geschlechtl. Vereinigung (Geschlechtsverkehr) gerichtete Verhalten (Geschlechtstrieb) bei Mensch und Tier.- Während bei den Tieren die S. dem Zweck der Fortpflanzung dient und oft an bestimmte Zeiten (Brunst) gebunden ist, ist sie beim Menschen außerdem ein wesentl. Bestandteil (der Entwicklung) seiner Gesamtpersönlichkeit. Der Mensch verfügt im unterschiedl. Maß über die Fähigkeit zur Kontrolle seines sexuellen Verhaltens, das bis zum Triebverzicht (Keuschheit) reichen kann. Ein bes. Phänomen der menschl. S. ist die Erotik, die als umfassende Sensibilisierung psych. und phys. Erlebens über die unmittelbare Bedürfnisbefriedigung hinausgeht.

 

Geschlechtsorgane - weiblich
Die inneren und äusseren weiblichen Geschlechtsorgane
(einfach jeweils anklicken)
- -

Geschlechtsorgane (Fortpflanzungsorgane, Genitalorgane, Genitalien, Geschlechtsteile), die unmittelbar der geschlechtl. Fortpflanzung dienenden Organe der Lebewesen. Bei den Tieren und beim Menschen stellen sie gleichzeitig die primären Geschlechtsmerkmale dar. Die G. der Tiere und des Menschen lassen sich in äußere und innere G. gliedern. Die äußeren G. des Mannes umfassen Penis und Hodensack (mit Hoden und Nebenhoden), die der Frau Schamspalte, Schamlippen und Kitzler. Zu den inneren G. gehört beim Mann der Samenleiter nebst Anhangsorganen wie Vorsteherdrüse, bei der Frau Eierstock, Eileiter, Gebärmutter und Scheide nebst Bartholin-Drüsen. Die G. der Wirbellosen bestehen oft nur aus (meist paarig angelegten) Eierstöcken bzw. Hoden. Bei allen Wirbeltieren (Ausnahme Rundmäuler) besteht eine enge Verbindung zw. Geschlechts- und Exkretionsorganen, die daher als Urogenitalsystem zusammengefaßt werden.

genitalisch
ge|ni|ta|lisch: sich auf das Genitale beziehend, dazu gehörend; vgl. ...isch/-.

Genitalität
Ge|ni|ta|li|tät die; -: mit dem Eintreten des Menschen in die genitale Phase beginnende Stufe der Sexualität (Psychol.).

genitals
genitals ['d¦enêtlz] s pl Genitalien pl, Geschlechtsteile pl.

Links zu WEB-Seiten, die sich auch auf die Darstellungen von Organen spezialisiert haben:
- folgen noch

 

Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr (Geschlechtsakt, Beischlaf, Koitus), genitale Vereinigung, beim Menschen durch Einführung des Penis in die Vagina (entsprechend der Kopulation bei Tieren) und rhythm. Hin- und Herbewegen des Penis in der Vagina. Beim ersten G. kommt es bei der Frau meist zur Defloration. Der G. erfüllt biolog., psycholog. und soziolog. Funktionen. Die biolog. bzw. Zeugungsfunktion (Begattung) liegt in der Übertragung männl. Keimzellen in den weibl. Organismus über Begattungsorgane mit der mögl. Folge einer Befruchtung und Schwangerschaft. Die psycholog. Funktion des G. besteht v. a. in der Befriedigung des Geschlechtstriebs. Die soziolog. Funktion betrifft die sexuelle und seel. Partnerbindung, die beim Menschen (im Ggs. zum Tier) an keine Brunstzyklen gebunden ist.

Über die Normalität des G. gibt es keine verbindl. Kriterien. Dies gilt sowohl für die Form, die vielfach durch zahlr. Koituspositionen und Sexualtechniken (wie Fellatio und Cunnilingus) variiert wird, als auch für die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs.

 

Sexuell übertragbare Krankheiten

Allgemein
- Text folgt

Syphilis

Syphilis [nach dem Lehrgedicht Syphilis sive de morbo gallico von G. Fracastoro, in dem die Geschichte eines an dieser Krankheit leidenden Hirten namens Syphilus erzählt wird] (Lues, harter Schanker, Franzosenkrankheit), als chron. Infektionskrankheit verlaufende, wegen ihrer Spätfolgen gefährlichste Geschlechtskrankheit.

Übertragung der Krankheit
Erreger der S. ist das Bakterium Treponema pallidum. Die erworbene S. wird am häufigsten durch den Geschlechtsverkehr übertragen. Bei der angeborenen S. (konnatale S., Heredosyphilis) erfolgt die Ansteckung durch die syphilit. Mutter über den Plazentakreislauf gegen Ende der ersten Schwangerschaftshälfte. Für S. eigentüml. ist daher eine Fehlgeburt in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Die gesetzlich vorgeschriebene Behandlung erfolgt mit Penicillin, Tetrazyklinen oder Erythromyzin.

Krankheitsverlauf
Die S. verläuft in drei Stadien. Für das Primärstadium (zus. mit dem Sekundärstadium auch unter der Bez. Früh-S. zusammengefaßt) ist der Primäraffekt vom Beginn der 3. bis 6. Woche nach der Infektion an kennzeichnend. Er tritt meist als einzelnes kleines, hartes, gerötetes Knötchen im Bereich der Infektionsstelle auf und entwickelt sich gewöhnl. zu einem oberflächl. Geschwür mit hartem Rand (harter Schanker). Das zweite oder Sekundärstadium der S. wird durch Hautausschläge (Syphilide) eingeleitet, die 9-10 Wochen nach der Ansteckung (oder etwa 45 Tage nach Erscheinen des harten Schankers) auftreten. Betroffen sind v.)a. Mund, Mandeln, Nase, Genitale und After. Nach etwa 20 Wochen klingen die Hautausschläge ab. Nach einer zweiten Latenzzeit von drei bis fünf Jahren folgt das dritte oder Tertiärstadium der Syphilis. In diesem Stadium können große, entzündl. Geschwülste (Syphilome, Gummen) auftreten, die schließl. geschwürig zerfallen und das befallene Gewebe, wie z.B. Knochen, Gelenke, Nieren, die Leber oder das Nervensystem (Neurosyphilis), zerstören. In der Gefäßwand führt die tertiäre S. zu entzündl. Veränderungen, die das Bindegewebe schädigen; dadurch kommt es u.a. zur sackartigen Ausweitung der Schlagaderwand. Das Nervensystem schließl. kann durch Gehirngefäß- oder Gehirnhautgummen geschädigt werden.- Als metasyphilit. Erkrankungen (Metasyphilis, 4. Stadium der S.) bezeichnet man Rückenmarksschwindsucht und progressive -> Paralyse. Beide beruhen auf einem Schwund des Nervengewebes im Rückenmark bzw. im Gehirn.

-> Paralyse
Paralyse
[griech.], Medizin: 1) vollständige motor. Lähmung eines oder mehrerer Muskeln.
2) (progressive Paralyse) fortschreitende Gehirnerweichung, chron. Entzündung und Atrophie vorwiegend der grauen Substanz des Gehirns als Spätfolge der Syphilis.

Lues
Lu|es [lat.; "Seuche, Pest"] die; -: Syphilis(Med.)

Gonorrhö, Gonorrhöe
Go|nor|rhö die; -, -en u. Go|nor|rhöe [...rö] die; -, -n [...röen]: Tripper (Geschlechtskrankheit)

 

HPV-Infektion
(Stand & Quelle: ©1994/95 by Südwest Verlag - Buch: "Klartext mit dem Frauenarzt")
INFO: Es sind 130 Typen an Papilloma-Viren bekannt. (Quelle: NDR-TV "VISITE", März 2000)

KONDYLOME - aus einer Virusinfektion wird Krebs

Anita - ein Beispiel
Zunächst fiel Anita die kleine Warze im Bereich der Schamlippen gar nicht auf. Auch als sie grösser wurde und sich einige Warzen bildeten, hielt Anita das für eine leichte Irritation, die wohl von selbst wieder verschwinden würde. Als sich die Warzen jedoch weiter ausbreiteten, ging sie zu ihrem Gynäkologen, von dem sie erfuhr, dass sie mit dem HPV, dem Human-Papillioma-Virus, infiziert war. Der Abstrich zeigte, dass die Warzen glücklicherweise noch nicht auf den Gebärmutterhals übergegriffen hatten.

Die grosse Chance: Frühzeitige Entdeckung
Der Gynäkologe konnte Anita beruhigen und ihr die Angst vor möglichen Gefahren nehemen, da bei ihr die Infektion frühzeitig entdeckt worden war. Ausserdem half er ihr zu begreifen, dass sie nicht die einzige Frau war, diedieses Virus hatte, und dass es kein Grund bestand, sich zu schämen. Er bat dann auch ihren Partner in seine Praxis, klärte ihn ebenfalls auf und überwies ihn zur Untersuchung an einen Urologen.

Die Behandlung

  • Die Behandlung begann mit äusserlich angewandten chemischen Präparaten.
  • Ferner war ein laser-chirurgischer Eingriss notwendig.
  • Der Urologe behandelte ihren Partner kryotherapeutisch, um den infizierten Bereich durch Kälte abzutöten.
Nach dem Anita und ihr Partner drei Monate gewissenhaft Kondome benutz hatten, wurden beide wieder untersucht und zeigten keine Infektionsanzeichen mehr.

Eine Behandlung von Kondylomen ist im Anfangsstadium möglich. Später besteht die Gefahr, dass sich ein Gebärmutterkrebs entwickelt.

K U R Z I N F O
Eine HPV-Infektion  kann zwar nicht geheilt werden, doch die Chancen stehen gut, dass dieses Paar bei regelmässiger aerztlicher Überwachung symptomfrei bleiben wird.

HPV-INFEKTION

Die Infektion mit dem Human-Papillioma-Virus (HPV) ist weit verbreitet. Nach statistischen Untersuchungen sind bei uns etwa 20 bis 30 % aller Frauen infiziert. In den USA tragen 14 Millionen Frauen das Virus in sich. Die Infektion tritt bei sexuell aktiven Männern und Frauen aller Altersstufen, Rassen und sozialen Schichten auf und trifft Hetero- wie Homosexuelle gleichermassen. Schon Babys können sich während der Geburt bei der Mutter anstecken, was allerdings nur selten vorkommt.

Schlüsselwörter: Feigwanzen, HPV, Dysplasie, Koiloztose.

Über 60 Virustypen stecken an !
Die HPV-Infektionen werden durch eine Gruppe von Viren verursacht, zu der über 60 Virustypen gehören. Kanzeröse und präkanzeröse Veränderungen - d.h. Krebs oder Krebsvorstufen - der Genitalien und Kondylome können die HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33 und 35 hervorrufen. Nach Ansicht der Fachleute spielen die Papillomaviren - vor allem Typen 16 und 18 - bei 90 % aller Gebärmutterhalskrebse und den vorhergehenden Zellveränderungen eine Rolle. Viele sind sogar überzeugt, dass bestimmte HPV-Typen der wichtigste einzelne Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs sind.

ANSTECKUNGSWEGE

HPV-Infektionen im Genitalbereich werden vor allem vaginalen, analen oder oralen Sexualkontakt mit Infizierten übertragen. Das grösste Problem ist, dass sie lange Zeit unentdeckt bleiben können. Neuere Studien zeigen, dass ein bestimmter Prozentsatz der Infizierten das Virus in ich tragen kann, ohne dass es zu Warzen oder anderen Auffälligkeiten (Anomalien) kommt.

Sie können die Krankheit also weitergeben, ohne von der Infizierung zu wissen. Es steht fest, dass manche Menschen erst Jahre nach ihrer Infektionen mit dem Papillomavirus Warnzeichen oder Symptome zeigen.

K U R Z I N F O
Das Auftreten von Kondylomen bedeutet nicht unbedingt, dass Ihr gegenwärtiger Partner Ihnen untreu ist. Er kann sich bereit vor Jahren infiziert haben. Ziehen Sie daher keine falschen Schlüsse aus der Infektion!

Symptome bei Frauen
Sichtbare Kondylome sehen wie blumenkohlähnliche Wucherungen aus. Die Warzen siedeln sich meist im äusseren Genitalbereich (Vulva), im Inneren der Scheide oder um den Mastdarm (Rektum) herum an. Kondylome können so klein sein, dass weder arzt noch Patientin sie ohne besondere medizinische Instrumente sehen können.

    • Sie schmerzen nicht und bluten gewöhnlich auch nicht

    • Manche Patientinnen klagen über Juckreiz

Häufig verursachen Kondylominfektionen keine Beschwerden; und wenn Du die Warzen nicht sehen kannst, bemerkst Du sie erst an den Folgen.

Wenn der Gebärmutterhals infiziert ist
Befällt das HPV den Gebärmutterhals, so wird das von keinerlei Symthomen begleitet. Das erste Warnzeichen ist in solchen Fällen ein verdächtiger Abstrich (Pap I-V). Verdächtige Abstriche, die auf präkaneröse Zellen (Dysplasie, Zellen, die von einem Virus befallen sind (Koilozytose), oder Kondylome hindeuten, lassen gewöhnlich auf das Papillomavirus schliessen.

K U R Z I N F O
Veränderungen im Genitalbereich, die auf eine Infektion hinweisen können, solltest Du stets von einem Gynäkologen untersuchen lassen. Und wie bei jeder sexuell übertragbaren Krankheit muss sich auch Deine Partner einer ärztlichen Untersuchung unterzeiehen und sich gegebenenfalls behandeln lassen.

Symptome bei Männern
Bei Männern ruft das Papillioma-Virus weniger Komplikationen und Nebenwirkungen hervor. Die warzen können am Penis, seltener am Hodensack und am After auftreten. Es ist für den Arzt viel schwieriger, sie bei einem Mann auszumachen. Leider können sie sehr klein und mit blossem Auge kaum zu erkennen sein. In 20 % der Fälle ist die Harnröhre betroffen, so dass sie gar nicht sichtbar sind und das Virus nur von einem speziell ausgebildeteten Arzt wie einem Urologen entdeckt werden kann.
Ihr Partner ist nur dann richtig untersucht worden, wenn der Arzt seine Genitalien mit Hilfe spezieller Lösungen und Verkrösserungsinstrumente überprüft hat.

In Praxen hört man oft: "Mein Partner war beim Arzt, und der hat nichts!" Richtiger müsste es heissen: "Der Arzt konnte keine Veränderungen entdecken, aber er will ihn sich in drei Monaten noch mal ansehen".

FOLGEN

Gefahren für Frauen
-weiteres folgt

 

Sex bahnt Vaginalinfektionen den Weg
(Quelle: Rhein Main Presse, 1995)

Immer mehr Frauen erkranken an Herpes und Papillomaviren / 80 Prozent der jungen Frauen sind betroffen

Mit wachsender Besorgnis beobachten die Frauenärzte die Zunahme von zwei Virusinfektionen bei ihren Patientinnen: Die Erreger sind Herpes-Viren vom Typ HSV 1 und 2 und die sogenannten Papillomaviren (HPV). Mittlerweile gehören sie zu den am häufigsten sexuell übertragenen Krankheitserregern. Nach Schätzungen dürften hierzulande 80 Prozent der jungen Frauen mit jeweils einer der beiden ansteckenden Virusarten infiziert sein. Nicht selten finden sich bei gynäkologischen Untersuchungen aber auch Anzeichen des Befalls mit beiden Krankheitserregern Darauf wies jetzt der Berufsverband der Frauenärzte in einer aktuellen Stellungnahme hin.

In den letzten 20 Jahren hat sich im Spektrum der sexuell übertragenen Krankheiten ein deutlicher Wandel vollzogen Wie die Sprecher des Gynäkologenverbandes berichten, sind klassische Genitalinfektionen wie Trichomoniasis und Gonorrhö (Tripper) seltener geworden. andere Erreger dagegen, wie zum Beispiel Candidapilze und Chlamydien, werden häufiger diagnostiziert. Am schnellsten jedoch breiten sich die HS und HP-Viren aus, vor allem bei jungen, sexuell besonders aktiven Frauen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Beiden Erregern gemeinsam ist die Eigenschaft, daß in den meisten Fällen auch die Sexualpartner angesteckt werden, die wiederum selbst weitere Partner infizieren können.

Normalerweise sind die beiden Formen der Herpes Viren für unterschiedliche Stellen des Körpers "zu ständig" HSV 1 verursacht die schmerzenden und juckenden Lippenbläschen, HSV 2 führt zu einem juckenden und brennenden, meist besonders schmerzhaften Bläschen ausschlag an den großen Schamlippen und um die Scheidenöffnung herum (Aber auch HSV 1 kann zu einem Genitalbefall führen, wenn es bei oralem Sex übertragen wird). Da die Herpes-Viren latent im Körper vorhanden bleiben, sind spätere Rückfälle auch ohne Sexualkontakt möglich.

Seit kurzem weiß man außerdem, daß der Sexualpartner nicht nur dann angesteckt werden kann, wenn die Bläschen gerade "blühen", sondern auch, wenn keinerlei Beschwerden bestehen. Wichtig ist es zu wissen: Herpes Viren bedeuten in der Schwangerschaft eine ernste Bedrohung für das Baby. Der Säugling kann während der Geburt angesteckt werden und dadurch schwere Schäden erleiden. Um dieser Gefahr vorzubeugen, raten viele Geburtshelfer Frauen, bei denen eine Herpes-Infektion während der Schwangerschaft zum ersten Mal auftritt, sich mit einem Kaiserschnitt entbinden zu lassen.

Eine Ansteckung mit den Papillomaviren verläuft zunächst meist ohne Symptome. Aktiviert werden die Viren oft erst dann, wenn die Abwehrkräfte der Frau geschwächt sind. Zunächst zeigen sich nur kleine Hauterhebungen, später bilden sich sogenannte Kondylome oder Feigwarzen. Bei Frauen finden sie sich häufig an den Schamlippen, in der Scheide und auf dem äusseren Muttermund.

Inzwischen sind über 70 HPV Typen bekannt rund 30 davon "spezialisieren" sich auf den Genitalbereich. Besondere Sorge macht den Frauenärztinnen und Frauenärzten die Tatsache, daß bestimmte Arten der Papilloma-Viren an der Entstehung von Gebärmutterhals und Scheidenkrebs beteiligt sein können, Deshalb sollten Frauen, bei denen eine HPV Infektion bekannt ist oder die an Feigwarzen erkrankt waren, sich jedes halbe Jahr vorsorglich von der Frauenärztin/dem Frauenarzt untersuchen lassen.

Einmal entdeckt, können auch virusbedingte Genitalinfektionen meist erfolgreich behandelt werden, betont der Berufsverband der Frauenärzte Zwar wird die Patientin die Viren nicht wieder los, die richtige Behandlung kann aber die Folgen der Krankheit mildern und verhindern, daß die Erreger wieder aktiv werden.

Besonders wichtig bei der Therapie: Auch der Partner muss unbedingt untersucht und mitbehandelt werden. Sonst besteht die Gefahr, daß sieh die bereits geheilten, Patientin bei den nächsten Sexualkontakten immer wieder neu ansteckt. Außerdem sollten alle Frauen und Männer die mit STD Viren (STD - Sexual Transmitted Diseases) infiziert sind, mach Möglichkeit Kondome benutzen, um eine Weitegabe der Viren zu verhindern.

Besonders Mädchen die befürchten, bei ihren ersten Sexualkontakten möglicherweise angesteckt worden zu sein, sollten sieh sehen bald von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt untersuchen lassen, empfehlen die Sprecher der Gynäkologen. Wenn sie nicht wünschen daß ihre Eltern eingeweiht werden, sind Ärztin oder Arzt zur Verschwiegenheit verpflichtet, es braucht also niemand sonst etwas von der Krankheit zu erfahren.

Scanned by AVK in 1998,2,24

Kommentar des Bearbeiters

(Es tut mir leid, dass ich dieses unangenehme Zeug so betonen muss, aber wenn die Gefahr besteht, muss sie veröffentlicht werden!)

Es ist eine echte Horrorvorstellung, den Partner oder die Partnerin als potentiellen Krankheitsüberbringer ansehen zu müssen, bis sie nicht das Gegenteil bewiesen haben! Man kommt sich so vor wie im Innenhof von Tschernobyl nach dem Supergau: Ja nichts ungeschützt anfassen! Alles ist wie verseuchter Sondermüll, dem man sich nur noch unter Schutzmassnahmen nähern kann!

Wenn man sich liebt muss man erst zum Arzt, damit man ausschliessen kann, keine Gefahr füreinander zu sein. Wo ist die Romantik wenn man Angst voreinander hat?

Und das alles nur weil ein paar gedankenlose Vollidioten glaubten, sie würden mit der sexuellen Freizügigkeit (jeder darf mit jedem) den Menschen Gutes tun.

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