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. BRAVO-Fragen Teil 3/3
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. Fragen & Antworten zur Sexualität
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MÄDCHEN & JUNGEN FRAGEN - DAS "Aus der Jugendzeitschrift BRAVO - Dr.-Sommer-Team" und die Zeitschrift "POP ROCKY" ANTWORTEN AUF HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN - OHNE DRUMHERUM AUF DIESER SEITE

Unter der BRAVO-Rubrik "Liebe, Sex und Zärtlichkeit" beantwortete Dr. med. Irene Kappler auch die nachstehenden Fragen von Jugendlichen.
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Alter (Pubertät)
Ausfluss
Beschneidung
Binden
Bi-Sexualität
Durch Tampon entjungfert?
Dysmenorrhöe
Eichel, empfindliche
Entwicklung
Figur
Figurprobleme der Mädchen
Bin ich frigide?
Geschlechtsreife
G-Punkt
Hepatitis B
Ich finde keine Freundin
Intimsphäre
Mit 15 "noch" Jungfrau
Liebe mit 14
Menarche
Menstruation
Monatshygiene
Penisgrösse
Pickel am Penis
PMS
Probleme mit Familie, Freunden und Umwelt
Pubertät, die weibliche
Regel verschieben
Regel ist was Tolles!
Erste Regel
Schambehaarung
Scheidenpilz
Ungewollt schwanger?
Schwangerschaftsabbruch
Schwangerschaftstest
Stellungswechsel
Gefährliche Tage
Tampons
Wieviel Taschengeld?
Verliebt in Blümchen
Wie sicher sind Kondome?
Beratungsstellen für sexuell missbrauchte Mädchen und Frauen

noch mehr Fragen und Antworten

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Erste Regel

Ich habe meine Tage noch nicht. Was mach ich denn, wenn sie gerade da anfängt, wo ich in der Schwimmstunde oder in der Schule bin? Das ist doch peinlich! Kann man nicht irgendwie voraussehen, wann die erste Blutung kommt? Und wie soll ich es meiner Mutter sagen? Ich kann doch nicht einfach hingehen und sagen: "Hey Mama, ich habe grade meine Tage gekriegt." Bitte helft mir! (Elaine, 13, Emden)

Sorge vor und pack eine Binde in Deine Schultasche!

Liebe Elaine! Vorausgesagt werden kann die erste Regel ("Menarche") nicht, aber es gibt ein paar Hinweise. Ungefähr zwei Jahre, nachdem die Entwicklung Deines Busen begonnen hat und etwa ein Jahr nachdem die ersten Schamhaare spriessen, kannst Du mit der Regel rechnen.

Einige Monate vorher und auch danach haben die meisten Mädchen einen weisslich-glasigen Ausfluss (Weissfluss). Kurz vorher spüren die meisten Mädchen ein leichtes Ziehen im Unterleib oder im Rücken, manche haben auch Bauch- oder Kopfschmerzen oder ein Spannungsgefühl in der Brust. Andere entwickeln einen Heisshunger und stürzen sich auf alles Essbare. Das gibt sich alles wieder mit Einsetzen der Regel!

Warum packst Du Dir nicht einfach vorsorglich eine Binde in die Schultasche? Frag Deine Mutter danach oder kaufe Dir einfach eine Packung im Supermarkt. Es ist nicht so, dass die Menstruationsflüssigkeit gleich in Strömen fliesst. Kann sein, dass Du vorher einen bräunlichen Fleck im Slip hast. Dann legst Du am besten schon mal die Binde ein. So kriegst du auch einen Eindruck davon, wie das eigentlich aussieht.

Die Regel ist das Natürlichste der Welt. Wie wär's denn, wenn Du mal Deine Mutter fragst, wann sie ihre Tage zum ersten Mal hatte? Denn wann die erste Regel kommt hängt auch von den Genen ab.

Später kannst Du dann mal mit ihr überlegen, ob Du bei Binden bleiben willst oder lieber Tampons für Deine Blutung benutzt. Mehr zu Tampons und wie man sie richtig benutzt, erfährst Du hier.

Wenn also Deine ersten Tage kommen, dann kannst Du das Deiner Mutter auch ganz stolz erzählen. Vielleicht darfst Du Dir sogar was wünschen. Denn ein Grund zum Feiern ist das allemal!

Die Regel verschieben

In diesem Jahr haben mir meine Eltern das erste Mal erlaubt eine Woche mit meinem Freund wegzufahren. Wir freuen uns schon tierisch darauf. Natürlich wollen wir dann auch im Urlaub miteinander schlafen. Doch da ich die Pille nehme ergibt sich jetzt ein Problem. Beim Nachrechnen habe ich nämlich herausgefunden, dass ich ausgerechnet in unserer Urlaubswoche meine Tage bekomme. Wahrscheinlich werdet Ihr jetzt sagen, dass das nichts macht, weil man ja auch während der Tage miteinander schlafen kann. Doch wir haben uns das so romantisch vorgestellt und da wäre es mir schon lieber, wenn ich nicht ausgerechnet in der Woche meine Blutung hätte. Eine Freundin meint nun, dass man mit der Pille den Zeitpunkt der Blutung verschieben könnte. Stimmt das? Und wenn ja, wie geht das genau und kann das vielleicht schädlich für mich sein?
(Lisa, 17, Osnabrück)

Verschiebe Deine Blutung nur in Ausnahmefällen!

Hallo Lisa! Deine Freundin hat recht. Z.B. verschieben manche Leistungssportlerinnen ihre Monatsblutung mit der Pille, damit sie ihre Tage nicht gerade dann bekommen, wenn sie einen wichtigen Wettkampf haben.

Wenn Du das nun auch tun willst, dann solltest Du dabei ein paar wichtige Dinge beachten. Überlege zunächst, ob die Verschiebung Deiner Tage wirklich sein muss. Denn Du greifst damit in den regelmässigen Rhythmus Deines Hormonhaushalts ein. Und das kann Dir schaden, wenn Du das zu oft oder sogar mehrmals hintereinander machst. Bleibt es aber erstmal bei einer einmaligen Verschiebung, dann spricht nichts dagegen.

Und so funktioniert das: Wenn Deine Pillenpackung aufgebraucht ist, dann beginne einfach ohne der üblichen Unterbrechung gleich mit der Einnahme der nächsten Packung. Die übliche Abbruchblutung bleibt dann aus. Nimm Deine Pille nun so lange weiter (möglichst nicht länger als 10 bis 14 Tage, weil es sonst zu Zwischenblutungen kommen kann), bis Du Deine Tage haben willst. Wenn Ihr dann aus Eurem Urlaub zurück seid, kannst Du mit der Einahme aufhören und - wie gewohnt - eine Einnahmepause von sieben Tagen machen. In dieser Zeit bekommst Du dann wieder Deine ganz normale Blutung.

Nach der Pause beginnst Du einfach wieder mit einer neuen Pillenpackung. Die übrig gebliebenen Pillen solltest Du aufheben, falls Du irgendwann mal wieder Deine Regel verschieben willst oder eine Ersatzpille brauchst.

Übrigens: Trotz Verschiebung brauchst Du Dir keine Sorgen über die Verhütungssicherheit zu machen. Die bleibt voll erhalten.

Wichtig: Mädchen, deren Pillen unterschiedliche Farben haben (das sind Pillen, bei denen die Hormondosierungen in der Packung stufenweise wechseln) müssen allerdings bei einer Verschiebung ihrer Tage darauf achten, dass sie die Einnahme mit der gleichen Farbe fortsetzen, mit der sie bei der letzen Packung aufgehört haben.

Im Zweifelsfall wende Dich an Deinen Arzt. Er kann Dir auch sagen, welche Pillen-Sorten nicht für eine Verschiebung geeignet sind.

Hepatitis B

Spricht man von "sexuell übertragbaren Krankheiten", dann denken viele sofort an AIDS, Tripper, Pilzinfektionen oder Herpes. Doch kaum jemand weiss etwa über die Gefährlichkeit der Hepatitis B Erreger.

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber und wird durch Viren verursacht. Die Hepatitis-B-Viren werden - so wie die AIDS-Viren - über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Die meisten Menschen in Deutschland stecken sich beim Geschlechtsverkehr mit diesen gefährlichen Erregern an. Gerade deshalb sind so viele Jugendliche betroffen. Aber auch kleine Wunden, wie sie beim Piercing oder Tätowieren entstehen, können zu einer Ansteckung führen.

Am Anfang der Erkrankung ist man müde, abgeschlagen, hat keinen Appetit und gelegentlich tritt auch Fieber auf. Später kommt es oft zu einer Gelbverfärbung der Haut, der Augen und der Schleimhäute, weshalb Hepatitis B auch als Gelbsucht bezeichnet wird. Meistens heilt die Erkrankung innerhalb weniger Wochen aus. In schweren Fällen kann die Krankheit jedoch zu Leberkrebs und sogar zum Tode führen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr ca. 1.500 Menschen an den Folgen dieser gefährlichen Erkrankung.

Hepatitis B kann nicht oder nur selten mit Medikamenten geheilt werden. Anders als bei AIDS kannst Du Dich aber gegen Hepatitis B durch eine Impfung schützen. Nur leider wissen das die Wenigsten. Daher lass Dir so bald wie möglich von Deinem Hausarzt die erste Impfung geben. Die zweite ca. 1 Monat später und die dritte etwa 6 bis 12 Monate nach der ersten Impfung. Dann kann Dir nichts mehr passieren. Bis zum 18. Geburtstag übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Impfung.

Auch hier gilt beim Sex: Kondome schützen vor einer Ansteckung !!!

Weiteres:
Hepatitis A | Hepatitis B | Hepatitis C | Hepatitis D | Hepatitis E

Bi-Sexualität

Bisexuell ist, wer am Sex mit Partnern beiderlei Geschlechts Vergnügen findet. Dies, so meinte Woody Allen mal in einem Interview mit der ihm eigenen Ironie, verdoppelt die Chancen auf ein samstagabendliches Rendezvous. Manche Bisexuelle interessieren sich in gleichem Masse für männliche und weibliche Partner. Andere ziehen ein Geschlecht vor, haben aber auch gelegentlich mit dem anderen sexuellen Kontakt.

Doch was ist z.B. mit dem 15 jährigen Jungen, der im Ferienlager gemeinsam mit seinem Freund onaniert, obwohl er eine Freundin hat. Ist der auch bisexuell?

Sexualwissenschaftler unterscheiden hier zwischen der sexuellen Orientierungsphase während der Pubertät, in der es häufiger vorkommt, dass Mädchen und Jungen sexuelle Erfahrungen mit beiden Geschlechtern machen, ohne deshalb gleich als bisexuell zu gelten und der Zeit nach der Pubertät, in der die sexuellen Vorlieben deutlicher, klarer und stabiler werden.

Eine 18 jährige, die ganz bewusst Männer und Frauen liebt, ist also bisexuell, während man das z.B. von einem 15 jährigen Jungen in der Pubertät noch garnicht sagen kann. Denn der ist erst noch dabei erste Erfahrungen mit beiden Geschlechtern zu sammeln und entwickelt so erst mit der Zeit seine sexuellen Vorlieben. Ob er nun homo-, hetero- oder bisexuell ist, dass erkennt er also erst im Laufe der Zeit.

Manche denken, dass bisexuelle Menschen sich einfach für kein Geschlecht entscheiden können. Doch das ist falsch. Wer sich nach der Pubertät zu Männern und Frauen hingezogen fühlt, der hat seine Orientierung bereits gefunden. Denn bisexuell zu sein ist genauso "normal" wie hetero- oder homosexuell zu sein.

Jeder Mensch trägt die Möglichkeit in sich, homosexuelle und heterosexuelle Fähigkeiten zu entwickeln. Bei einer Reihe sogenannter Naturvölker ist es üblich, beide Fähigkeiten zu kultivieren und zu leben. Unsere Kultur fördert aber vor allem die Heterosexualität, indem wir schon als Kinder durch unsere Erziehung weitgehend darauf festgelegt werden. Daher gibt es auch in unserem Kulturkreis mehr Heterosexuelle als Homo- oder Bisexuelle.

Bisexuell zu sein ist also weder schlecht,  "pervers" noch aussergewöhnlich. Experten schätzen, dass etwa 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung mehr oder weniger bisexuell veranlagt sind.

Wieviel Taschengeld?

Könnt ihr mir sagen, wieviel Taschengeld mir meine Eltern mit 13 1/2 Jahren zahlen müssen? Ich bekomme  nur 10 Mark pro Woche. Ich finde das ist zuwenig. Doch meine Eltern behaupten, dass andere in meinem Alter auch nicht mehr bekommen. Aber ein Freund von mir bekommt 15 Mark pro Woche. Und der ist nur ein halbes Jahr älter als ich. (Christian, 13, Bremen)

Dr.-Sommer-Team:
Die Höhe des Taschengeldes bestimmen die Eltern!

Hallo Christian! Die Jugendämter empfehlen zwar den Eltern, dass sie ihren Kindern ein "angemessenes Taschegeld" geben, doch einen Rechtsanspruch auf Taschengeld gibt es nicht. Die Eltern können also selbst entscheiden, wieviel sie für "angemessen" halten.

Nun fragst Du Dich vielleicht, woher Eltern denn überhaupt wissen können, was ein "angemessenes" Taschengeld ist. Dazu gibt es eine Liste der Jugendämter, die den Eltern zur Höhe des Taschengeldes folgende Vorschläge macht:

Taschengeld-Empfehlung der Jugendämter

10-11 J. 25,- bis  30,-DM monatl.
12-13 J. 35,- bis  40,-DM monatl.
14-15 J. 45,- bis  50,-DM monatl.
16-17 J. 55,- bis  65,-DM monatl.
17-18 J. 70,- bis 100,-DM monatl.

Wenn Du also pro Woche 10 Mark Taschengeld bekommst, dann liegst Du damit als Dreizehnjähriger laut Taschengeldtabelle  sogar schon an der oberen Grenze. Deine Eltern haben also recht, wenn sie sagen, dass die meisten anderen Kinder auch nicht mehr als Du bekommen. Dein 14-jähriger Freund gehört demnach zu den wenigen Ausnahmen, die mehr als andere bekommen. Allerdings kann es ja auch sein, dass er von seinem Taschengeld zusätzlich noch Dinge bezahlen muss, die Du von Deinen Eltern extra bezahlt bekommst.

Grundsätzlich sollten vom Taschengeld keine "notwendigen Anschaffungen" oder "regelmässige Beiträge" wie z.B. Kleidung, Schulbedarf, Bus- oder Bahnfahrkarten oder Vereinsbeiträge bezahlt werden müssen.

Wenn Du also mit Deinem Taschengeld nicht auskommst, dann liegt hier Deine Chance zu klären, ob Du es wenigstens indirekt aufbessern kannst. Überlege dazu mal, welche Deiner Ausgaben vielleicht doch von Deinen Eltern bezahlt werden sollten und verhandele mit ihnen darüber. Sicher wird das nicht immer klappen. Doch wenn Du gute Argumente hast und Du es mit Deinen Ansprüchen nicht übertreibst, dann werden sie Dir sicher öfters mal die ein oder andere Mark zuschiessen.

Wer immer genug Geld hat sich seine Wünsche zu erfüllen, der lernt auch nie gut mit Geld umzugehen. So wie Deine Eltern auch immer wieder danach schauen müssen, wieviel sie sich von ihrem begrenzten Einkommen leisten können, damit sie nicht in Geldnot geraten, so solltest auch Du Dir Gedanken machen, wie Du am besten mit Deinen begrenzten finanziellen Mitteln auskommst. Auf diese Weise kriegst Du auch ziemlich schnell mit, was Dir wirklich wichtig ist und was Du z.B. nur kaufst, weil es andere auch haben.

Übrigens: Wer trotz zäher Verhandlungen mit den Eltern nicht mehr Taschengeld bekommt , der kann sein “Einkommen” mit kleinen Nebenjobs aufbessern. Ab 13 darf man bis zu drei Stunden täglich kleine Arbeiten verrichten. Z.B. Werbeprospekte austragen oder als Balljunge/-mädchen beim Tennis bei Sportveranstaltungen helfen.

Bin ich frigide?

Ich bin jetzt seit fast einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir haben auch schon oft miteinander geschlafen aber ich hatte nur zwei- oder dreimal einen Orgasmus. Kann es denn sein, dass ich frigide bin? Ich habe ihn auch manchmal belogen, wenn er mich gefragt hat, ob ich auch gekommen bin. Ich habe Angst an seinem Selbstbewusstsein zu kratzen, wenn ich ihm sage, das ich den Sex mit ihm zwar ganz schön finde aber dabei nicht zum Orgasmus komme. Langsam vergeht mir deshalb auch die Lust darauf. Sagt mir bitte was ich tun kann. (Sophia, 17, Gießen)

Finde bei der Selbstbefriedigung heraus, was Dich erregt!

Liebe Sophia! Was hat denn sein Selbstbewusstsein mit Deinem Orgasmus zu tun? Absolut nichts! Dass Du mit ihm nur ganz selten zum Orgasmus kommst, ist nicht ungewöhnlich. Viele Mädchen kommen beim Geschlechtsverkehr nicht oder nur selten zum Höhepunkt. Das ist auch verständlich. Denn das Lustzentrum einer Frau  - der Kitzler - liegt ja auch nicht in der Scheide, sondern am oberen Scheideneingang zwischen den Schamlippen. Und der wird beim Sex durch den Penis nicht immer oder nicht genügend stimuliert. Daher streicheln manche erfahrenen Liebhaber ihre Partnerinnen während des Geschlechtsverkehrs z.B. zusätzlich mit der Hand am Kitzler oder bringen sie auf andere Weise (z.B. durch Oralverkehr) zum Höhepunkt.

Bei der Selbstbefriedigung kannst Du selbst am besten herausfinden, was du brauchst, um zum Höhepunkt zu kommen. Wenn du das weisst, dann zeig es ihm. Dann braucht er sich nicht sinnlos anzustrengen.

Klar, dass Dir die Lust am Sex vergeht, wenn Ihr nur auf der Jagd nach dem Orgasmus seid. Wahrscheinlich hält sich Dein Freund für einen schlechten Liebhaber, weil er es nicht "schafft", Dich zum Orgasmus zu bringen. Gut möglich, daß er viel zuwenig über die weibliche Anatomie weiß und immer noch glaubt, daß er das allein mit seinem Penis schaffen müßte. Also klär ihn mal auf und beende diesen sinnlosen Streß zwischen Euch.

Verzichtet mal eine zeitlang auf Geschlechtsverkehr und probiert lieber aus, wie Ihr Euch gegenseitig mit Händen, Mund oder Zunge Lust machen und zum Höhepunkt bringen könnt. Dabei lernt ihr auch die vielen anderen lustempfindlichen Stellen Eurer Körper kennen.

Zeig ihm auch, welche Berührungen Du als schön und liebevoll und welche Du als unangenehm empfindest. Schließlich ist keiner von Euch ein Hellseher. Und nur wenn ihr bereit seid, Euch gegenseitig beim Entdecken Eurer sexuellen Vorlieben zu helfen, dann wird der Sex zwischen Euch auch befriedigend sein.

Frigide bist Du jedenfalls bestimmt nicht. Höchstens zu vorsichtig und zu zurückhaltend, um Dir von ihm das zu holen, was Du selbst an Zärtlichkeiten brauchst, damit Du auch zum  Höhepunkt kommst.

Und wenn Du ihm weiterhin einen Orgasmus vorspielst, nimmst Du Euch beiden die Chance jemals gemeinsam ein orgastisches Liebeserlebnis zu haben. Wäre doch schade, oder?

Wie sicher sind Kondome?

Ich habe mal eine Frage zur Verhütung mit Kondomen. Ich höre immer wieder, daß die auch reißen können und überhaupt nicht so sicher sind, wie die Hersteller immer behaupten. Kann man sich denn wirklich auf sie verlassen? Da ich bald mit meiner Freundin schlafen will, würde ich gerne mehr darüber erfahren. (Ralf, 16, Bochum)

So machst Du Kondome zum sichersten Verhütungsmittel......

Hallo Ralf! Gut, daß Du Dich vorher informieren willst. Viele denken, daß sie bei der Verhütung mit Kondomen nicht viel falsch machen können. Und wenn dann doch mal was schiefgeht, dann schieben sie die Schuld auf den Gummi. Tatsächlich sind die meisten Verhütungspannen mit Präservativen auf Anwendungsfehler zurückzuführen.

Und so kannst Du für Eure Sicherheit sorgen: Kaufe nur geprüfte Markenkondome. Achte darauf, daß das Gütesiegel der Deutschen Latex Forschung (dlf) aufgedruckt ist und schaue vorher nach, ob das Haltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Benutze nur luftdicht verpackte Ware. Das prüfst Du direkt vor dem Gebrauch, indem Du das eingeschweißte Kondom zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammendrückst. Spürst Du noch den Luftwiderstand in der Packung? Dann ist es okay. Läßt sich die Packung platt zusammendrücken? Dann wirf sie lieber weg. Die Reißfestigkeit ist dann nur noch halb so groß und das ist zu wenig.

Öffne die Packung vorsichtig, ohne die dünne Gummihaut z.B. mit den Fingernägeln zu verletzen. Manchmal fehlt die als Aufreißhilfe gedachte Kerbe in der Verpackung oder Du findest sie in der Aufregung nicht. Dann geht das Öffnen am sichersten, schnellsten und leichtesten, wenn Du das Präservativ in einer Ecke der Packung zusammenschiebst und dort zwischen Daumen und Zeigefinger festhältst. So hast Du genug Angriffsfläche, um die Verpackung leicht aufreißen zu können. Hast Du feuchte Hände und rutscht leicht ab, dann kannst Du jetzt auch die Zähne zum Öffnen nehmen, solange Du das Kondom mit Deinen beiden Fingern vor Verletzungen durch die Zähne schützt.

Jetzt nimm das Kondom am Reservoir und setzte es auf Deinen ausgestreckten Zeigefinger (Vorsicht mit den Fingernägeln!). So kannst Du am besten sehen und fühlen, in welche Richtung es sich abrollen läßt, wenn Du es anschließend auf die Eichel setzt. Hast Du es doch aus Versehen mal verkehrt herum auf die Eichel gesetzt, dann drehe es nicht einfach um, sondern nimm ein Neues. Der Grund: Schon wenn Du erregt bist und Dein Penis steif wird, tritt der sog. Glücks- oder Vorlusttropfen aus, der schon bis zu 10 Millionen Samenzellen enthalten kann. Meistens spürst Du ihn garnicht. Die Samenzellen aus diesem Tropfen können jetzt schon an dem Präservativ haften. Wenn Du es jetzt einfach umdrehen würdest, dann sitzen die Samenzellen außen auf dem Gummi und können so leicht in die Scheide Deiner Freundin gelangen. Dieser Fehler hat schon oft zu ungewollten Schwangerschaften geführt und die wollt Ihr ja so sicher wie möglich vermeiden.

Schiebe vor dem Überrollen Deine Vorhaut ganz zurück (falls Du nicht beschnitten bist) und rolle nun das Kondom mit den Fingern (nicht mit den Fingernägeln!!) so weit wie möglich ab, damit es durch die Bewegungen beim Geschlechtsverkehr nicht abrutschen kann.

Denke daran, daß Du es festhältst, wenn Ihr beim Sex z.B. die Stellung wechselt. Auch nach Deinem Samenerguß, wenn Dein Penis schnell kleiner wird, solltest Du beim Rausziehen das Kondom unbedingt festhalten. Da jetzt alles so glitschig ist, kann es sonst leicht in der Scheide bleiben.

Alles klar bis jetzt? Dann hast Du jetzt noch im Nachhinein die Chance zu testen, ob Dein Kondom durch den Gebrauch nicht mikrofeine Löcher bekommen hat. Die können bei der Dehnung des Gummis entstehen und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Blase dazu den Gummi mit Deinem Erguß drin etwas auf, mach einen Knoten rein und laß ihn ein paar Minuten liegen. Ist die Größe gleich geblieben? Prima! Dann ist er dicht und es konnten keine Samenzellen in die Scheide gelangen. Ist er aber spürbar kleiner geworden, dann sind winzige Löcher drin und ihr riskiert eine ungewollte Schwangerschaft.

Aber keine Panik! Für solche Notfälle bekommt Ihr beim Arzt die “Pille Danach”. Innerhalb von 48 Stunden nach Eurem Verhütungsunfall von Deiner Freundin eingenommen, verhindert sie noch, daß sie schwanger und Du ungewollt Vater wirst. Sie darf aber nur in solchen Notfällen genommen werden, da ein ständiger Gebrauch als Verhütungsmittel ungesund wäre und auch die sichere Wirkung dieser Pillen nachlassen würde. Daher gibt es die “Pille Danach” nur auf Rezept bei fast allen ÄrztInnen, Pro Familia Beratungsstellen oder z.B. am Wochenende auch beim nächsten ärztlichen Notdienst (Telefonnummer findet Ihr in Eurer Tageszeitung).

Du siehst, Panik ist nicht angesagt. Mit dem Kondom und in Notfällen - wenn dann doch mal was schiefgelaufen ist - mit der “Pille Danach”, habt Ihr eine Verhütungsmethode, die Euch außerdem noch vor Infektionen schützt. Und das hat nicht einmal die Pille zu bieten.

Vielleicht erscheint Dir das alles viel zu aufwendig, wenn Du so liest, worauf man beim Kondom alles achten sollte. Genauso war es wahrscheinlich als Du Schwimmen oder Fahrradfahren gelernt hast. Und jetzt mußt Du längst nicht mehr darüber nachdenken, was Du alles tun mußt, sondern Du machst es ganz automatisch. Und so ist es auch mit den Präservativen. Nach ein paar Trockenübungen, ganz allein für Dich, fühlst Du Dich schon viel sicherer und mit der Zeit lachst Du nur noch darüber, daß Du das mal kompliziert fandest.

Übrigens: Kondome können noch mehr, als nur Schwangerschaften verhüten oder vor Infektionen schützen. Ein feuchtes Kondom erleichtert das Gleiten des Penis in der Scheide, ein trockenes, leicht genopptes verstärkt das Kontaktgefühl bei einer sehr feuchten Scheide. Hast Du manchmal sehr schnell einen Samenerguß? Dann hilft Dir ein Kondom mit dicker Wandstärke Deinen Orgasmus hinauszuzögern.

Wenn Ihr beim Sex Gleitmittel verwendet, dann achtet darauf, daß sie keine ölhaltigen Substanzen enthalten. Denn die machen Kondome innerhalb weniger Minuten porös. Nur Gleitmittel, die auf wasserlöslicher Basis hergestellt sind, können der dünnen Gummihaut nichts anhaben.

Ein Kondom sollte nicht zu sehr spannen, aber auch nicht zu locker sitzen. Falls Du Probleme mit der Standard-Größe hast, findest Du das richtige für Dich in einem Kondom-Fachgeschäft. Solche Läden gibt es inzwischen in vielen größeren Städten. Damit Du Dich bei der Riesenauswahl an verschiedenen Kondomsorten und -marken auch zurechtfindest, kannst Du Dich dort gut beraten lassen. Viel Spaß dabei.

Die Regel ist was tolles!

Neulich hab ich bei meiner Ärztin im Wartezimmer einer Broschüre zum Thema "erste Regel" gefunden.  Und da stand in der Überschrift etwas von "kritischen Tagen". Als wenn die Regel was ganz Unangenehmes wäre. Ich hab meine erste Regel mit meiner Mutter gefeiert. Wir sind einkaufen gegangen und ich durfte mir ein ganz tolles Poster kaufen. Ich finde meine Regel ist etwas Besonderes! Das wollte ich mal bei Euch loswerden. (Leonie, 13, Oberstorf)

Die erste Regel ist "natürlich" Grund zum Feiern!

Liebe Leonie! Danke für Deine tolle Mail! Du hast völlig recht: die Menstruation im allgemeinen wird oft so beschrieben, als ob es eine Art Krankheit wäre und nicht ganz "normal". So einige Mütter schleppen ihre Töchter dann zum Frauenarzt, obwohl sie keinerlei Beschwerden haben! Je natürlicher die Mütter selbst damit umgehen, desto lockerer sehen es auch die Töchter - und interessanterweise haben sie auch viel weniger Beschwerden als Mädchen, die die Regel als Last sehen.

Es ist ein Wunder des Körpers, daß Mädchen damit geschlechtsreif sind, rein körperlich zur Frau werden, Kinder bekommen können. Ist es nicht ein Grund stolz zu sein, wenn frau allmählich zur Frau wird? Um die Jahrhundertwende hat man(n) dem Menstruationsblut der Frau noch teuflische Kräfte nachgesagt. Frauen durften in der Zeit nicht einkochen, weil dann angeblich die Marmelade verdirbt (!), die Haare nicht waschen, in dieser Zeit nicht zum Zahnarzt gehen usw. Klingt sehr mittelalterlich. Gleichzeitig wurde damit die Regel auch sehr wichtig genommen.

Heute sieht es so aus, als wollte man sie eher verstecken. Da hat alles ganz "sauber und diskret" abzulaufen, so als ob es sie eigentlich gar nicht gäbe! Ich rate Mädchen zumindest bei ihren ersten Tagen Binden zu verwenden, um im wahrsten Sinn des Wortes mal zu sehen was da eigentlich "abläuft". Es gibt nämlich überhaupt nichts zu verstecken an diesem weiblichen Erlebnis!

Stellungswechsel

Ich bin mit meiner Freundin seit zwei Jahren zusammen und wir praktizieren fast ausschließlich die Missionars-Stellung. Meine Freundin findet es so am besten. Ich will aber auch mal was anderes. Zum Beispiel die Hündchen-Stellung. Diese lehnt sie aber ab, weil sie es zu unpersönlich findet und sie dabei nicht richtig befriedigt wird. Und auf mir reiten will sie auch nicht, weil dabei ihre Brüste so wippen. Ich habe auch nicht so die Erfahrung, deshalb weiß ich nicht, welche Stellungen es sonst noch so gibt, die für eine Frau angenehm sind. Und wie bewege ich sie dazu, was auszuprobieren? (Ronald, 19, Michelstadt)

Übernehmt abwechselnd die Regie bei Eurem Liebesspiel!

Hallo Ronald! Die meisten Paare finden beim Sex nach einiger Zeit ganz von selbst ihre Lieblingsstellungen heraus. Doch dazu ist gegenseitiges Vertrauen nötig, weil man beim Ausprobieren dem Partner meist einige seiner geheimen sexuellen Wünsche und Ängste preisgibt.

Wenn Deine Freundin da eher zurückhaltend ist, dann liegt das vielleicht daran, daß sie beim Sex noch unerfahren ist und ihren Körper und die Reaktion ihrer erogenen Zonen noch wenig kennt. Möglich, daß deshalb andere Stellungen für sie einfach noch zu schambesetzt sind.

Hast du ihr z.B. schon gesagt, wie aufregend Du es findest, wenn ihre Brüste bei der Reiterstellung lustvoll vor Deinem Gesicht wippen? Oder wie schön Du Dir die körperliche Nähe vorstellst, wenn Du in der Löffelchen-Stellung zärtlich in sie eindringst? Auf diese Weise zeigst Du ihr nämlich, daß es Dir bei Deinem Wunsch nach mehr Abwechslung beim Sex um mehr Lustgefühle  und mehr Nähe zu ihr geht und Dir das nicht deshalb wünschst, weil Du sie für phantasielos und langweilig im Bett hältst. Solange Ihr Euch da mißversteht, wird sie wohl kaum den Mut haben, Neues mit Dir auszuprobieren.

Bei der MissionarsStellung muß sich Deine Freundin selbst wenig bewegen. Frauen, die diese Stellung bevorzugen, überlassen die Regie bei der Liebe gerne dem Partner. Oft deshalb, weil sie sich selbst nicht trauen beim Sex körperlich aktiv zu werden. Dadurch entgeht Deiner Freundin allerdings einiges. Denn viele Frauen erleben z.B. die Reiterstellung deshalb besonders lustvoll, weil sie dabei die Stimulation ihrer Klitoris selbst steuern können und so leichter zum Orgasmus kommen als z.B. in der MissionarsStellung.

Der besondere Reiz beim Sex liegt nicht darin, "die allerbeste" Stellung zu finden, sondern - entsprechend der Stimmung und der Lust - auch mal die Positionen zu variieren und dabei immer wieder neue Erregungsmöglichkeiten zu entdecken.

Ihr solltet also miteinander reden: Über Eure sexuellen Wünsche und Phantasien. Vor allem aber über Eure Ängste und Befürchtungen beim Sex. Denn ich glaube kaum, daß Deine Freundin beim Sex phantasielos ist. Wahrscheinlich hängt sie deshalb so sehr an der Missionarsstellung, weil sie ihr vertraut ist, weil sie weiß, daß sie so zum Orgasmus kommen kann. Und weil sie sich noch zu unsicher ist, Sex mit Dir auch spielerischer und schamloser auszuleben.

Willst Du mehr mit ihr erleben, dann laßt zunächst mal Euren Orgasmus als oberstes Ziel beiseite. Macht ein Spiel daraus und vereinbart, daß ihr abwechselnd die Regie beim Liebesspiel übernehmt. Mal folgst Du dabei ihren Wünschen und mal sie Deinen. Das geht aber nur, wenn zwischen Euch Vertrauen da ist und keiner befürchten muß, daß er vom anderen ausgelacht, für spießig oder pervers gehalten oder sonst irgendwie bestraft wird, wenn er sich dem anderen mit seinen Phantasien und Wünschen zeigt oder mal Halt! Stop! sagt. Nur in dieser Atmosphäre entsteht mit der Zeit die nötige Leichtigkeit, um gemeinsam neue sexuelle Praktiken ausprobieren und genießen zu können. Erst dann macht Sex auch wirklich Spaß und kann leicht und unbeschwert sein.

Also sprich mit ihr darüber. Tu es aber so, daß sie sich dabei nicht "falsch" oder "unbeholfen" vorkommt. Denn was sie hindert ist nicht "böser Wille", sondern ihre unbewußte Scham und ihr fehlendes Selbstvertrauen. Und dagegen helfen weder Vorwürfe noch Kritik. Sondern nur Einfühlungsvermögen, liebevolle Aufmerksamkeit und  Offenheit.

Gefährliche Tage

Unsere Bio-Lehrerin hat gesagt, dass eine Frau nur an zwei Tagen in ihrem Monatszyklus schwanger werden kann. In einer Zeitschrift habe ich jetzt gelesen, daß es viel mehr gefährliche Tage gibt und man daher immer verhüten soll. Was stimmt denn nun? (Angie, 16, Leipzig)

Verhütung ist immer wichtig!

Liebe Angle! Beides stimmt. Betrachtet man nur die biologischen Bedingungen bei der Frau und läßt mal die Lebensfähigkeit der Spermien außer Acht, dann kann eine Frau nur etwa 48 Stunden pro Zyklus -  und zwar ab dem Eisprung gerechnet - schwanger werden. Diese "gefährliche" Zeit verlängert sich dadurch, daß die Spermien des Mannes normalerweise 4-5 Tage (in Extremfällen sogar bis zu 9 Tagen) in der Gebärmutter überleben können und so auf ein befruchtungsfähiges Ei warten. Also beginnt die besonders gefährliche Zeit für eine ungewollte Befruchtung schon etwa eine Woche vor dem Eisprung. Doch da der Körper keine Maschine ist, die immer gleich funktioniert, kann sich der Eisprung mal verschieben. Manchmal können auch 2 Eisprünge in einem Zyklus auftreten. Daher kann man ohne Verhütung nie ganz sicher sein , ungewollt schwanger zu werden. Das könnte sogar passieren, wenn zwei während der Regelblutung ohne Verhütungsmittel miteinander schlafen. Wer also ganz auf Nummer sicher gehen will, benutzt immer ein sicheres Verhütungsmittel.

Ungewollt schwanger?

Ich (17) habe ein riesengroßes Problem! Ich habe vor 6 Wochen das erste Mal mit meiner Freundin (auch 17) geschlafen. Dummerweise haben wir dabei kein Kondom benutzt. Nun hat sie mir gestern erzählt, daß sie schon 2 Wochen lang auf ihre Periode wartet und sie glaubt, daß sie schwanger sein könnte. Was sollen wir jetzt tun? Wenn unsere Eltern das hören, bringen die uns glatt um. Die sind nämlich voll konservativ eingestellt? (Mac, 17 und Elle, 17, Sigmaringen)

Macht einen Schwangerschaftstest

Hallo! Verschafft Euch doch zunächst mal Sicherheit darüber, ob sie tatsächlich schwanger ist, indem sie einen Schwangerschaftstest durchführt. Manchmal verschieben sich die Tage in solchen Streßsituationen, vor allem dann, wenn man verzweifelt darauf wartet. Doch verlassen könnt Ihr Euch nicht darauf. Denn bei jedem Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel kann es zu einer Schwangerschaft kommen.

Macht so schnell wie möglich einen Schwangerschaftstest!

Denn wenn Ihr Euch im Falle einer Schwangerschaft noch die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs offenhalten wollt, dann müßt Ihr Euch an die gesetzlichen Regelungen des § 218 halten.
Nehmen wir also mal den ungünstigsten Fall an: Deine Freundin ist wirklich ungewollt schwanger und sie will einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen. Dann geht das nur  bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche. Je früher Ihr also den Test macht, um so mehr Zeit bleibt Euch auch für eine gut überlegte Entscheidung.

Beachtet aber dabei, daß es verschiedene Tests gibt. Einige Schnelltests, die man in der Apotheke kaufen, bzw. dort gleich machen lassen kann, sind nicht immer zuverlässig. Außerdem ist die Sicherheit eines Testergebnisses abhängig vom Zeitpunkt, an dem man den Test macht. Mit manchen Tests kann man schon ab dem Fälligkeitstag der Regelblutung eine Schwangerschaft feststellen. Andere Tests zeigen erst ein paar Tage oder eine Woche nach Ausbleiben der Regel an, ob sie schwanger ist. Laßt Euch in der Apotheke beraten, welcher Test geeignet ist.

Am sichersten ist es, wenn Ihr zu einer/einem Frauenärztin/-arzt geht oder Euch an eine Pro Familia Beratungsstelle wendet. Die haben viel Erfahrung und können Euch auch nach dem Testergebnis beraten. Sie helfen Euch auch, falls es deshalb Streß mit Euren Eltern gibt. Ihr müßt dabei auch nicht befürchten, daß irgendjemand was davon erfährt, solange Ihr das nicht selbst wollt. Sowohl die Ärzte als auch die Beratungsstellen stehen unter Schweigepflicht. Und die gilt auch gegenüber den Eltern.

Wo die nächste Pro Familia Beratungsstelle in Eurer Nähe ist, könnt Ihr unter den folgenden Internet-Adressen erfahren:
home.t-online.de/home/bst-list.htm oder www.uni-stuttgart.de/UNIuser/aki/bst-list.htm

Hier noch ein paar Tips:

- Bleibt nicht allein mit Eurer Angst, ungewollt schwanger zu sein. Sprecht mit Freunden oder anderen vertrauten Menschen darüber.

- Fällt der Test "positiv" (schwanger) aus, dann handelt nicht unüberlegt. Schlaft erst mal drüber, bevor Ihr Entscheidungen trefft. Redet darüber! Geht z.B. zu einer Jugend-Beratungsstelle oder zu Pro Familia.

- Fällt der Test "negativ" (nicht schwanger) aus, dann feiert das. Danach überlegt mal in Ruhe, wie es zu Eurer "Beinahe-Schwangerschaft" gekommen ist. Wie könnt Ihr Euch in Zukunft vor solchen Überraschungen schützen? Wißt Ihr genügend über Verhütung? Kennt Ihr die "Pille danach" für solche Notfälle, wenn man  doch mal nicht an Verhütung gedacht hat? Falls nicht, dann macht Euch schlau und laßt Euch beraten!

Ich finde keine Freundin

Ich bin 19 Jahre alt und sehe eigentlich ganz gut aus. Ich habe aber immer noch keine Freundin. Ich flirte immer im Straßenkaffees oder in Discos aber keine beißt an. Könnt ihr mir sagen was ich falsch mache? Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. (Rocky, 19, Freiburg)

Tu etwas für Deine Ausstrahlung!

Hallo Rocky! Du erlebst gerade ein Phänomen, das die meisten Männer und Frauen in Deiner Situation gut kennen: Wer so wie Du "um die Häuser zieht", um eine Freundin zu suchen, der findet gerade keine. Der Grund: Die meisten Frauen spüren, daß Du auf der Suche bist. Du strahlst dabei unweigerlich aus, daß Du es "nötig" hast. So, als ob Du ein Schild vor Dir herträgst auf dem steht: "Ich suche eine Freundin!" Dadurch wirkst Du auf andere oft verkrampft und wenig natürlich. Und das macht Deine Ausstrahlung nicht gerade attraktiv. Deine Angst, dabei bloß nichts falsch machen zu wollen, hindert Dich daran, offen, humorvoll und locker auf die Frauen zuzugehen, die Dich interessieren. Und das spüren sie ganz genau. Selbst ohne Worte. Da es vielen so wie Dir geht, kannst Du das gut bei anderen Männern z.B. in einer Disco beobachten. Ich wette, Du siehst selbst bald ganz vielen an, wie verkrampft sie auf der Suche nach einer Frau sind.

Eine mögliche Lösung: Höre auf zu suchen!! Das klingt für Dich jetzt wahrscheinlich ziemlich absurd. Ist aber wirkungsvoll. Wenn Du skeptisch bist, dann schau Dir das doch mal bei Freunden an, die frisch verliebt sind oder in einer glücklichen Beziehung leben. Plötzlich drehen sich Frauen nach ihnen um, sie werden angeflirtet oder kriegen immer wieder eindeutige Angebote. Und nur deshalb, weil sie Zufriedenheit ausstrahlen. Das macht sie attraktiv.

Wie Du das schaffen kannst? Schließe mit Dir selbst einen Vertrag. Lege Deine Suche nach einer Freundin mal für ein oder besser zwei Monate auf Eis. Überlege Dir stattdessen Aktivitäten, die Dir Spaß machen und realisiere sie auch. Verschaffe Dir kleine Erfolgserlebnisse. Wolltest Du schon immer mal Roller-Skaten lernen? Dann mach es! Oder was ist mit dem Gleitschirm-Kurs, den Du vielleicht schon lange im Kopf hast? Was immer es sein mag: Jetzt hast Du die Gelegenheit.  Mache Dir selbst öfters eine Freude und gönne Dir was. Denn Du hast es verdient! Genieße ganz bewußt die Vorteile, die Dir Dein Single-Dasein zur Zeit bietet. Lerne in dieser Zeit wieder mit Dir selbst zufrieden zu sein.  Aber: Verbiete Dir in dieser Zeit mehr als nur zu flirten.  Setze Dich z.B.  öfters alleine in ein Cafe, mit einem spannenden Buch, ohne auf die Frauen um Dich herum zu achten oder gehe in eine Disco mal nur zum abtanzen. Doch Vorsicht! Wenn Du das als einen Trick begreifst und nur so tust, als würdest Du nicht suchen, dann wirst Du damit keinen Erfolg haben. Nur wenn Du Deine Partnerlosigkeit für Deinen Vertragszeitraum" wirklich akzeptierst und wieder lernst, Dich an Dir selbst zu freuen, hast Du eine echte Chance. Sei mal gespannt darauf, was Deine veränderte Ausstrahlung dann in Bewegung setzt.

Durch Tampon entjungfert?

-> MenstruatiOnline

Ich habe seit längerem meine Regel und nehme keine Binden sondern Tampons. Nun aber erzählte mir meine Schulkameradin, dass beim ersten Mal bei der Benutzung eines Tampons das Jungfernhäutchen reisst und ich damit keine Jungfrau mehr bin. Stimmt das ? (Sabrina, 14, Gera)

Benutze anfangs "mini" Tampons!

Deine Frage ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten. Meistens ist die natürliche Öffnung im Jungfernhäutchen (medizinisch: Hymen) so dehnbar, daß ein Mädchen ruhig Tampons benutzen kann, ohne befürchten zu müssen, daß dadurch ihr Jungfernhäutchen einreißt. Bei Tampons der Größe "mini" (das sind die schmalsten und kürzesten Tampons) gibt es normalerweise kaum Probleme. Du solltest den Tampon aber nicht zu häufig wechseln. Wenn er sich noch nicht vollgesogen hat ist er oft zu trocken und gleitet dann nicht so leicht durch die Öffnung im Jungfernhäutchen. So kann es leichter "beschädigt" werden.

Bei manchen Mädchen ist das Jungfernhäutchen eng und straff und läßt nur eine kleine Öffnung frei. Dann kann es passieren, daß ein Mädchen den Tampon zwar ohne Probleme einführen kann, er aber in vollgesogenem Zustand nicht mehr so einfach durch die Öffnung des Hymens paßt. Möglich, daß dann der Tampon von einer Frauenärztin entfernt werden muß oder das Jungfernhäutchen beim Herausziehen einreißt.  Aus medizinischer Sicht ist das kein "Drama", denn das gleiche passiert ja (oft aber nicht immer!!) auch dann, wenn ein Mädchen das erste Mal mit einem Jungen schläft.

Problematisch kann das aber für die Mädchen sein, die großen Wert auf die Unversehrtheit ihres Jungfernhäutchens legen, weil es ihnen als Beweis für ihre "Unberührtheit" dienen soll. Daß dies jedoch Unsinn ist, weil ein Jungfernhäutchen auch schon beim Sport oder bei der Selbstbefriedigung reißen kann oder andererseits manche Hymen beim ersten Mal nicht einreißen, hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen.

Wie groß das "Risiko" ist, daß sich ein Mädchen durch die Benutzung eines Tampons selbst entjungfert, kann sie bei einer Untersuchung durch eine Frauenärztin klären lassen, bevor sie das erste Mal einen Tampon anwendet.

Wenn Du nun wissen möchtest, ob Dein Hymen noch intakt ist, dann solltest Du Dich von einer Ärztin untersuchen lassen. Sie kann Dir auch zeigen, wie Du das mit Hilfe eines Handspiegels selbst erkennen kannst.

Mehr Infos zur Anwendung von Tampons erhältst Du über die "o.b. info-line"

Liebe mit 14

Auf einer Ferienfreizeit habe ich mich in den Freund unseres Handballtrainers verliebt. Wir haben uns gleich auch gut verstanden und seit drei Wochen sind wir auch fest zusammen und haben schon zusammen geschlafen. Doch jetzt haben meine Eltern das mit Frank rausgekriegt und mir verboten ihn zu sehen. Sie haben auch gedroht ihn anzuzeigen, wenn er mich nicht in Ruhe läßt. Dürfen mir denn meine Eltern die Beziehung mit ihm verbieten und können sie ihn tatsächlich anzeigen, wenn er sich nicht daran hält? Ich muß dazu sagen, daß ich bald 15 werde und er ist 22. Sie meinen, er wäre zu alt für mich. Uns macht der Altersunterschied aber garnichts aus. (Anke, 14, Augsburg)

Dr.-Sommer-Team:
Deine Eltern sitzen am längeren Hebel!

Liebe Anke! Vom gesetzlichen Standpunkt her sind Deine Eltern im Recht, wenn sie befürchten, daß diese Beziehung Deiner Entwicklung schadet und Dir nicht guttut. Bis Du volljährig bist haben sie das Sorgerecht für Dich und so können sie auch darauf Einfluß nehmen, mit wem Du befreundet bist. Das gilt vor allem dann, wenn Du vor Deinem 16. Geburtstag eine sexuelle Beziehung zu einem erwachsenen Mann hast, der älter als 21 ist. Keine Probleme gäbe es dann, wenn er unter 21 wäre. Denn das Jugendschutz-Strafrecht erlaubt Jugendlichen ab 14 Jahren sexuelle Kontakte. Vorausgesetzt der Partner oder die Partnerin ist unter 21 Jahre alt und niemand wird dabei in seiner Unerfahrenheit ausgenutzt. Und genau das scheinen Deine Eltern zu befürchten. Ab dem 16. Geburtstag gibt es dann keine Einschränkungen mehr. Nun könntet Ihr damit argumentieren, daß Euch beide eine "echte Liebesbeziehung" verbindet. Denn in solchen Fällen macht das Gesetz eine Ausnahme. Doch dann müßtet Ihr versuchen, Euren Willen gegen Deine Eltern vor Gericht durchzusetzen. Könntest Du Dir das wirklich vorstellen? Zumal nicht einmal sicher ist, ob Ihr dann auch wirklich recht bekommt. Wenn Ihr beide Euch also (juristischen) Ärger ersparen wollt, dann rate ich Euch, daß Ihr zunächst mal das Verbot Deiner Eltern akzeptiert. Denn im Moment sitzen sie am längeren Hebel. Wenn Deinem Freund aber sehr viel an Eurer Beziehung liegt, dann kann er Kontakt zu Deinen Eltern aufnehmen. Deinem Brief entnehme ich, daß sie ja garnicht wissen, was für ein Mensch er eigentlich ist und ob er für ihre Tochter wirklich so "schädlich" ist wie sie vermuten. Möglich, daß sie ihre Meinung  ändern, wenn sie ihn kennengelernt haben und von ihm mehr wissen als nur sein Alter.

Penisgrösse

Ich würde gerne mal wissen, wie lang denn so durchschnittlich der Penis eines 14-jährigen sein sollte. Ich weiß, die Frage klingt vielleicht blöd aber beantwortet sie mir  bitte trotzdem. Denn wenn ich meine Freunde so erzählen höre, habe ich das Gefühl, daß meiner mit nur 13 Zentimetern unterentwickelt ist. Kann man denn damit ein Mädchen befriedigen? (Björn, 14, Wolfsburg)

Deine Qualitäten als Lover hängen nicht von der Penisgrösse ab!

Hallo Björn! Es gibt sie nicht, die "normale" Durchschnitts-Penisgröße von 14-jährigen. Du bist mittendrin in der Pubertät, d.h. mitten in einem körperlichen Veränderungs- und Wachstumsprozeß. Und der läuft bei jedem Jungen unterschiedlich schnell ab und der beginnt und endet mal früher und mal später. Da gibt es keine Regeln und keine Normen an die man sich halten kann. Daher kann Dir auch niemand sagen, wie groß der Penis eines 14-jährigen sein sollte. Ein Penis ist so groß wie er ist und Du wirst nichts daran ändern können, solange Du noch im Wachstum bist. Und das dauert an bis Du so etwa Anfang zwanzig bist.  Bis dahin wird sich bei Dir der ein oder andere Zentimeter in Länge und Umfang sicher  noch einstellen.

Viele Jungen haben Minderwertigkeitsgefühle, weil sie meinen, daß von der Größe ihres Penis ihre Männlichkeit abhängt. Wie kommst Du denn eigentlich darauf, daß 13 Zentimeter zuwenig sein könnten? Haben Deine Schulfreunde mit gigantischen Maßen geprahlt, sodaß Dir ganz mulmig geworden ist? Dann denke mal daran, daß in keinem Bereich so viel übertrieben und gelogen wird, wie wenn Jungs und Männer anderen von ihrem "besten Stück" erzählen. Viele glauben tatsächlich noch, daß sie mit einem großen Penis auch später mal die besseren Liebhaber sind. So ein Aberglaube zeugt von wenig Selbstbewußtsein und (mit 14 ist das ja auch ganz normal) von sexueller Unerfahrenheit.

Stell Dir doch mal vor einer fährt einen LKW und der andere einen Kleinbus. Was sagt das über die Qualität des Fahrers aus? Absolut nichts! So ist es auch in der Sexualität. Und um die geht es ja wohl in Deiner Frage. Mit Deinem Penis - egal wie groß er ist -  kannst Du später mal ein lausiger Liebhaber oder ein toller Lover sein. Es kommt eben ganz auf Dich an. Die Verantwortung kannst Du nicht auf Deinen Penis abschieben. Mädchen wissen das und messen deshalb der Penisgrösse eines Jungen wenig Bedeutung bei. Nur einige Jungs haben das immer noch nicht begriffen und machen ihr Selbstbewußtsein von ein paar Zentimetern mehr oder weniger abhängig. Gehörst Du bis jetzt auch noch zu denen? Dann sei schlau. Klink Dich da aus und besinne Dich auf die Eigenschaften, auf die es wirklich ankommt:  Z.B. Dein Einfühlungsvermögen, Deine Phantasie, Deinen Humor, Deine Ausstrahlung und Dein Selbstbewußtsein, Dich selbst so zu akzeptieren wie Du bist.

Übrigens: Die einzige seriöse Untersuchung zur Penisgrösse kommt zu dem Schluß, daß die deutsche Durchschnittsgröße bei erwachsenen  Männern bei 12,6 Zentimetern liegt. Und das bedeutet auch nur, daß die eine Hälfte kleiner und die andere Hälfte größer als dieses Durchschnittsmaß ist. Andere Umfragen kommen auf etwa 15 bis sogar 17 Zentimeter. Das Geheimnis der großen Unterschiede: Die 12,6 Zentimeter wurden von einem wissenschaftlichen Untersuchungsteam selbst nachgemessen, während die Angaben bei den anderen Untersuchungen von den Männern selbst stammen. Kannst Du Dir nun vorstellen was ich meine, wenn ich von "maßlosen Übertreibungen" spreche?

 

Schwangerschafts-Test

Ich hab mal eine Frage: Ab wann kann man denn frühestens einen Schwangerschaftstest machen. Gibt es Tests, bei denen man nicht erst bis zum Termin der nächsten Regel warten muß? Wenn ja welche sind das und sind die auch zuverlässig? (Katharina, 20, Essen)

Frühtests sind nicht immer sicher!

Hallo Katharina! Schwangerschaftstests aus der Apotheke, die man selbst anwenden kann, beruhen auf dem Nachweis des Schwangerschaftshormons HCG im Urin, das in der Anfangszeit einer Schwangerschaft verstärkt vom Körper produziert wird. Das befruchtete Ei nistet sich etwa 4-5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr in der Gebärmutterschleimhaut ein. Erst dann wird verstärkt HCG produziert. Im Urin nachweisbar ist es aber erst einige Tage später, wenn seine Konzentration im Körper groß genug ist. Einige Tests (z.B. ClearBlue) reagieren schon auf sehr geringe HCG-Konzentrationen, sodaß bereits am Tage des Ausbleibens der erwarteten Regel getestet werden kann. Ihr Ergebnis ist dann "relativ" verläßlich, wenn Mädchen einen einigermaßen regelmäßigen Monatszyklus haben. Doch gerade bei jungen Frauen ist der Zyklus häufig unregelmäßig. Manchmal liegen nur 20 Tage zwischen zwei Blutungen, mal sind es 25, 30 oder gar mehr. Nicht selten bleibt die Regel auch mal für ein, zwei Monate ganz aus. Das macht es zusätzlich schwierig, den richtigen Tag der erwarteten Regelblutung zu bestimmen an dem Frühtests zuverlässig eingesetzt werden können.

Daher raten die meisten Ärzte/Innen dazu, erst etwa eine Woche nach dem Ausbleiben der erwarteten Regelblutung zu testen. Dann erst halten sie ein Testergebnis für sicher.

Es gibt auch einen Test (Praetest), der bereits eine Woche vor Fälligkeit der Regel eine mögliche Schwangerschaft nachweisen soll. Seine Sicherheit ist jedoch zweifelhaft und macht zur Überprüfung des Ergebnisses einen späteren zweiten Test notwendig.

Auch Bluttests (die nur in einer Arztpraxis gemacht werden) können bereits 5 Tage vor der erwarteten Regelblutung eine mögliche Schwangerschaft nachweisen. Doch auch ihr Ergebnis ist nicht in jedem Fall eindeutig. Ärzte setzen ihn daher nur in besonderen Ausnahmesituationen ein. Die Kosten für einen Bluttest (ca. 50 Mark) müssen in der Regel auch selbst übernommen werden.
Im Zweifelsfall wende Dich immer an Deine Frauenärztin, an eine Beratungsstelle (z.B. Pro Familia) oder lasse Dich in der Apotheke beraten. Mehr über Schwangeschaftstests erfährst Du  auch über den "Alles Clear Beratungsservice", montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 0130/833322.

Übrigens: Nach einem "Verhütungsunfall" muß man nicht tatenlos auf das Ergebnis eines Schwangerschaftstests warten. Mit der "Pille Danach" kann man noch bis zu 48 Stunden nach einer Verhütungspanne eine mögliche Schwangerschaft verhindern. Du bekommst sie in solchen Notfällen auf Rezept bei jedem Arzt.

Mit 15 "noch" Jungfrau

Alle Mädchen aus meiner Klasse haben schon mal mit einem Jungen geschlafen. Nur ich nicht. Ich fühle mich schon wie ein Spätzünder, denn die anderen lachen mich deshalb aus und nehmen mich nicht ernst. Eigentlich will ich noch keinen festen Freund aber ständig die dummen Sprüche von wegen "vertrocknete Jungfrau" und so gehen mir total auf die Nerven. Könnt ihr mir sagen, was ich jetzt tun soll? (Sandra, 15, Cottbus)

Du allein bestimmst den Zeitpunkt!

Hallo Sandra! Laß Dir keinen Bären aufbinden. Die Geschichten Deiner Mitschülerinnen sind zum großen Teil Phantasiegeschichten. Das erkennst du schon daran, daß sie in der Klasse darüber reden. Die meisten sprechen in der Öffentlichkeit nämlich sehr wenig über ihr Intimleben. Und wenn doch, dann oft nur mit guten Freundinnen. Wahrscheinlich wollen sich da einige nur interessant machen, so nach dem Motto: "Schaut mal her, wie erfahren ich schon bin". Und da sich wohl keine eine Blöße geben will, tun sie alle so, als wären sie schon erfahrene Liebhaberinnen. Dem ist aber ganz und garnicht so. Denn in Deinem Alter haben erst 15 % aller Mädchen (und Jungen) ihren ersten Geschlechtsverkehr erlebt. Selbst Petting-Erfahrungen haben erst etwa 30 % aller Fünfzehnjährigen. Die "Spätzünder"-Sprüche können Dich also kalt lassen. Wenn sie Dich weiter damit aufziehen, dann nur, um von sich selbst abzulenken. Denn die meisten kämen in große Schwierigkeiten, wenn Du sie nach Einzelheiten ihrer Erfahrung fragen würdest. Probier´ es doch mal aus. Du wirst sehen, daß sie Dir dann ganz schnell ausweichen und das Thema wechseln.

Außerdem ersparst Du Dir auch eine Menge Streß. Stell Dir mal vor, eine von ihnen lernt einen Jungen kennen, mit dem sie wirklich schlafen will. Dann kann sie ja mit niemandem über ihre Aufregung, ihr Herzklopfen oder ihre Befürchtungen vor dem ersten Mal reden, da ja alle glauben, daß sie diese Erfahrung schon hinter sich hat.

Du kannst ganz allein für Dich bestimmen, wann Du für Deine erste Liebesbeziehung bereit bist. Egal, ob das schon morgen oder erst in ein paar Jahren ist. Zeig den anderen, daß Du dieses Selbstbewußtsein hast. Dann wird auch niemand über Dich lachen.

Pickel am Penis

Ich bin 17 Jahre alt und habe etwa seit meinem 13. Lebensjahr so kleine weiße Pickelchen an meinem Penis. Direkt hinter der Eichel. Bisher haben die mich nicht gestört. Doch jetzt habe ich eine Freundin und wir wollen bald zusammen schlafen. Jetzt bin ich ganz unsicher, ob sie die nicht eklig findet. Könnt ihr mir sagen, ob man was gegen die Pickel machen kann oder ob sie sogar irgendwie gefährlich sind? (Tom, 17, Dresden)

Aterome sind häufig und harmlos!

Lieber Tom! Gut, daß Du genau wissen willst, was es mit den kleinen weißen Pickelchen auf sich hat. In Deinem Fall kann ich Dich aber beruhigen. Die kleinen weißlichen Pickel an Deinem Penis sind sog. Aterome. So nennt man die Talk-Drüsen, die sich bei vielen Jungen in der Pubertät bilden und sich selten verändern. Solange sie sich nicht vergrößern, tun sie auch nicht weh und sind harmlos. Du solltest nur nicht daran herumdrücken. Das könnte zu schmerzhaften Entzündungen führen, die ganz schön schmerzhaft sind.  Kleine Aterome stören nicht und es wäre unsinnig sie zu entfernen. Nur wenn sie (oder einige von ihnen) sich vergrößern oder verhärten, dann solltest Du einen Urologen um Rat fragen. Er kann dann einzelne Aterome mit einen kleinen chirurgischen Eingriff entfernen.

Hat denn Deine Freundin schon sexuelle Erfahrungen mit anderen Jungen gemacht? Falls ja, dann kennt sie wahrscheinlich schon solche Aterome und wird sich deshalb über Deine kaum wundern. Falls es aber auch ihr erstes sexuelles Erlebnis ist und Du unsicher bist, wie sie reagiert, dann erzähle ihr doch vorher von Deinen Befürchtungen. Sag ihr, daß Du Dich extra vorher mal erkundigt hast, was das für Pickelchen sind, weil Du Angst vor ihrer Reaktion hattest. So viel Ehrlichkeit schafft Vertrauen und erstickt so manches Problem schon bevor eins draus wird.

Scheidenpilz

Ich habe mal eine Frage: Ich habe so leicht gelblichen Ausfluß und der riecht auch komisch. Meine Freundin sagt, das wäre ein Scheidenpilz. Kann das sein und ist das sehr gefährlich? (Jutta, 17, Würzburg)

Eine Pilzinfektion der Scheide muß behandelt werden!

Hallo Jutta! Möglich, daß es sich bei Deinen Beschwerden um eine Pilzinfektion handelt. Doch genau kannst Du das nur erfahren, wenn Du Dich bei Deiner Frauenärztin untersuchen läßt. Mache also bald einen Untersuchungstermin aus.

Eine Pilzinfektion in der Scheide kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Z.B. durch Ausfluß mit unangenehmen Geruch, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Wundgefühl, Juckreiz, Brennen und/oder Empfindlichkeit auf Berührung. Nicht immer spürt man diese Symptome gleich. Mitunter kündigt sich eine Pilzinfektion tatsächlich zunächst nur durch leichten Ausfluß mit unangenehmen Geruch an.

Eine Pilzinfektion in der Scheide kann auf dreierlei Wegen zustande kommen:

- durch Stimulierung bereits vorhandener Pilze (die sind nämlich in begrenztem Maße immer in der Scheide vorhanden und führen nur dann zu Beschwerden, wenn sie sich stark vermehren)
- durch Selbstansteckung, z.B. vom Darm her.
- durch Infektion von außen, z.B. beim Geschlechtsverkehr oder durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern u.a.m.

Für ihre Behandlung ist meist die örtliche Anwendung von Antibiotika in Form von Scheidencremes oder Scheidentabletten ausreichend. Nur bei immer wiederkehrenden Infektionen ist eine umfassendere Behandlung durch den Arzt nötig. Die Sexualpartner müssen unbedingt mitbehandelt werden, da es sonst zu einer ständigen gegenseitigen Wiederansteckung (Ping-Pong-Effekt) kommt. Vorbeugend und regenerierend auf die Scheidenschleimhaut wirken sich auch Milchsäurebakterien aus, wie sie z.B. in Joghurt vorhanden sind. Doch bevor ein Mädchen zur Selbsthilfe greift, sollte sie sich vom Arzt untersuchen lassen, da die oben genannten Beschwerden auch noch ganz andere Ursachen haben können.

Nicht behandelte Pilzinfektionen in der Scheide können zu einer weiteren Verbreitung der Infektion führen und andere Organe befallen.

Wichtig!
Falls Du also irgendwelche Beschwerden haben solltest, empfehle ich Dir unbedingt eine Untersuchung beim Arzt. Nur er kann die genaue Ursache Deiner Beschwerden feststellen und Dich dann entsprechend behandeln.

Empfindliche Eichel

Ich bin 20 Jahre alt und habe da ein Problem: Jedesmal direkt nach dem Orgasmus ist meine Eichel so schmerzempfindlich, daß ich laut aufschreie, wenn ich nicht stark aufpasse. Ist das etwa normal oder stimmt da etwas nicht? Meine Freundin zeigt zwar Verständnis dafür, aber ich finde es doch relativ ätzend. Was kann ich da machen? (Eric, 20, Neuss)

Konzentriere Dich beim Sex nicht so sehr auf Deinen Penis!

Lieber Eric! Du sprichst von starken Schmerzen, so, daß Du schreien könntest. Daher solltest Du zunächst von einem Urologen klären lassen, ob Deine Überempfindlichkeit der Eichel organische Gründe hat. Wenn Dein Arzt aber keine körperlichen Ursachen feststellen kann, dann ist wahrscheinlich der folgende Umstand dafür verantwortlich:

So unterschiedlich wie Männer den Orgasmus selbst erleben, so verschieden ist ihr Körperempfinden danach. Bei vielen Männern ist die Eichel direkt nach dem Höhepunkt besonders berührungsempfindlich. Das ist nichts Aussergewöhnliches. Diese Empfindlichkeit klingt innerhalb weniger Minuten wieder stark ab. Die Empfindlichkeit der Eichel ist um so stärker, je mehr ein Mann seine sexuelle Erregung auf den Penis konzentriert. Wie ist das bei Dir? Ist Dein Körper beim Geschlechtsverkehr sehr angespannt? Verkrampfst Du dabei Deine Pobacken und die Oberschenkel? Atmest Du dabei nur flach und läßt aus Deinem Mund auch keine oder kaum Lustlaute hören? Versuchst Du dabei auch durch Zusammenziehen Deines Schließmuskels Deinen Erguß zu kontrollieren? Dann ist es nicht verwunderlich, daß sich Deine Erregung weitgehend auf den Bereich um Deinen Penis beschränkt. Nach dem Orgasmus wirkt sich diese Konzentration durch eine besondere Empfindlichkeit der Eichel aus.

Lerne also, Dich mehr zu entspannen. Probiere das zunächst bei der Selbstbefriedigung. Da fällt es leichter. Entspanne bewußt Deinen ganzen Körper, atme dabei tief und gleichmäßig durch und lass Deine Lust auch hörbar werden. So kann Deine Erregung auch durch andere Körperbereiche "fliessen". D.h. sie kann sich in Deinem Körper besser ausbreiten und konzentriert sich nicht so sehr auf Deine Penisspitze. Die Folge: Deine Eichel ist weniger empfindlich und andere Körperregionen werden empfänglicher für Berührungen. So kannst Du Deine Lust mehr geniessen und kommst auch nicht unbefriedigend schnell zum Erguss.

Doch um das zu ändern brauchst Du schon ein wenig Geduld. Das geht nicht von heute auf morgen und wird auch nicht jedesmal klappen. Doch nach ein paar Wochen wirst Du eine Veränderung wahrnehmen, die Du bestimmt als Bereicherung Deines Liebeslebens  empfinden wirst.

Verliebt in Blümchen

Ich weiss nicht mehr was ich machen soll, denn ich liebe Jasmin Wagner (Blümchen), und kann mich deswegen nicht in eine andere verlieben. Könnt Ihr mir helfen? (Benjamin, 13, Heide)

Wenn Du dem "richtigen" Mädchen begegnest, wirst Du Dich auch verlieben!

Hallo Benjamin! Ist Jasmin denn Deine erste große Liebe? Dann ist das ja auch eine Premiere in Deinem Gefühlsleben. So kannst Du erstmal testen wie sich das anfühlt, wenn man so richtig sehnsüchtig verliebt ist, ohne daß Du das alles gleich in Wirklichkeit leben mußt. Das wäre für den Anfang auch ganz schön anstrengend. Denn zu einer Freundschaft gehört ja noch mehr dazu. Z.B., daß Ihr miteinander streiten lernt oder Kompromisse findet, wenn Ihr mal unterschiedlicher Meinung seid. Oder Du mußt damit klarkommen, daß die Freundin ihren eigenen Kopf hat und es außer Dir noch andere wichtige Menschen in ihrem Leben gibt. Das alles bleibt Dir bei Deiner Liebe zu Jasmin erstmal erspart. Denn Du weißt selbst, daß sich Deine Liebe zu ihr nicht wirklich leben läßt. Daher wirst du auch weiter für sie schwärmen, bis Du für den nächsten Schritt in Deinem Beziehungsleben bereit bist. Und bei dem stehst Du dann plötzlich einem tollen Mädchen gegenüber mit dem Du reden kannst,  das Du ins Kino einlädst oder mit dem Du Skaten gehst. Die Dir sagt, daß sie Dich mag, die irgendwann mal mit Dir schmust und die sich mit Dir streiten und wieder versöhnen wird. Die Zeit dafür scheint noch nicht reif zu sein. Sonst hättest Du das schon erlebt. Doch keine Angst. Du wirst es spüren, wenn Du soweit bist. Bis dahin wünsche ich Dir noch schöne Phantasien mit Blümchen.

Beschneidung

Vor ein paar Wochen hat mir mein Hausarzt geraten, daß ich mich wegen einer Beschneidung an einen Urologen wenden soll, weil ich meine Vorhaut nur mit Schwierigkeiten über die Eichel schieben kann. Seitdem habe ich mich davor gedrückt dort einen Termin auszumachen, weil ich eigentlich überhaupt nichts darüber weiß und mich nicht getraut habe, meinen Hausarzt danach zu fragen. Könnt Ihr mir sagen, was da auf mich zukommt und mir auch mal so allgemein erklären, was eine Beschneidung für Folgen hat? (Thomas, 15,  Münster)

Jeder fünfte Mann in Deutschland lebt und liebt "beschnitten"!

Hallo Thomas! Du machst Dir Gedanken zur Beschneidung. Tut das weh? Wie wird das wohl danach sein? Hat man da hinterher noch Gefühle? Was passiert eigentlich bei der Operation? Wird der Penis dann wirklich noch steif? Wie finden Mädchen einen beschnittenen Penis? Gibt es viele, die das machen lassen? Fragen über Fragen, die sich stellen, wenn man sich mit diesem Thema näher beschäftigt.

Ich gebe Dir mal einige Informationen dazu. Dann kannst Du Dir leichter Deine eigene Meinung bilden.

Die Entfernung der Penisvorhaut (Beschneidung) ist weltweit der häufigste operative Eingriff. In vielen Ländern wird er bei Jungen schon kurz nach der Geburt oder im frühen Kindesalter aus religiösen Gründen durchgeführt. Die Beschneidung hat dabei in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Werden z.B. Anhänger des jüdischen Glaubens am achten Tag nach der Geburt beschnitten, weil dies im 1. Buch Mose so festgelegt ist, so dient die Beschneidungszeremonie bei vielen Naturvölkern als sog. Initiationsritus, d.h. die Entfernung der Vorhaut symbolisiert den Zeitpunkt, an dem ein Junge zum Mann wird. In Westeuropa hat die Beschneidung hauptsächlich medizinische und hygienische Bedeutung.

Während in den USA etwa 80 % aller Männer schon im Kindesalter beschnitten werden, sind es in Deutschland nur etwa
20 %, die mehr oder weniger freiwillig auf ihre Vorhaut verzichten. Das kann z.B. notwendig werden, wenn sich die Vorhaut - so wie bei Dir - nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückschieben läßt (Phimose). Dadurch ist es kaum möglich, den Eichelkranz - das ist die Furche am Übergang von der Eichel zum Penisschaft - von Smegma zu reinigen. Smegma ist eine weißliche Substanz, die sich dort regelmäßig aus abgeschuppten Hautzellen, Drüsensekreten und Harnresten bildet und die zu Entzündungen des Penis und der Vorhaut führen kann, wenn man sich dort nicht regelmäßig wäscht. Man schreibt dem Smegma sogar krebserregende Eigenschaften zu.

Manche Männer haben einfach keine Lust mehr auf die tägliche Schrubberei und lassen sich vorsorglich beschneiden, damit sich das Smegma erst garnicht ansammeln kann.

Wieder andere finden einen beschnittenen Penis einfach schöner und gehen deshalb zum Arzt.

Und wie finden Mädchen und Frauen einen Penis ohne Vorhaut? Wie so vieles im Leben ist das Geschmackssache. Ein Mädchen erzählte mir mal, daß sie den beschnittenen Penis ihres jetzigen Freundes viel samtiger und fester empfindet. "Nicht so, wie ein aufgeweichter Hot Dog." Wieder andere sagen, daß er so "erschreckend nackt" aussehe. Tatsache ist aber, daß für die meisten Mädchen der Penis viel weniger wichtig ist, als der Kerl, der "dranhängt". Wenn der liebenswert ist, dann ist es völlig wurscht, ob er beschnitten ist oder nicht.

Wenn sich ein Junge beschneiden läßt, dann braucht er danach etwas Zeit, "seinen besten Freund" wieder neu kennenzulernen. Natürlich wird er auch nach der kleinen Operation immer noch steif und selbstverständlich ist der Penis danach immer noch empfindsam. Am Anfang reagiert die Eichel etwas überempfindlich, da sie vorher von der Vorhaut verdeckt war und jetzt direkten Kontakt z.B. zum Stoff der Unterhose hat. Diese Überempfindlichkeit legt sich aber nach ein paar Wochen. Auch bei der Selbstbefriedigung stehen neue Erfahrungen an. Onanierte ein Junge vorher indem er z.B. die Vorhaut vor und zurückschob, wird er schnell herausfinden, wie er sich nun auf andere Weise zum Höhepunkt bringen kann. Z.B. durch reiben oder mit sanftem Druck der Hand, die den Penis beim Onanieren umschließt.

Übrigens: Viele Jungen, die vorher Probleme mit einem unbefriedigend schnellen Samenerguß hatten, können ihre Lust danach oft länger genießen. Trotzdem sollte man sich allein wegen eines schnellen Samenergusses nicht beschneiden lassen.

Die kleine Operation wird meist in der Praxis eines Urologen oder Chirurgen, wahlweise unter einer kurzen Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung durchgeführt. Danach kann der Patient nach Hause gehen. Am Folgetag kann er noch leichte Schmerzen haben, nach etwa einer Woche ist die Wunde schon weitgehend abgeheilt. Probleme beim Heilungsprozeß gibt es nur dann, wenn sich die Wunde entzündet. Das kann passieren, wenn der Patient nicht den Empfehlungen des Arztes folgt und die Wunde z.B. nicht trocken hält, zu früh wieder onaniert oder Geschlechtsverkehr hat. Damit sollte er mindestens 10 bis 14 Tage warten.

Falls Du noch weitere Fragen dazu hast, gehe doch einfach mal zu einem Urologen und erkundige Dich. Du brauchst Dich nicht zu schämen, denn Beschneidungsoperationen gehören zu seinem täglichen Job.

G-Punkt

Alles zum G-Punkt hier

Ich habe mal eine etwas heikle Frage. Mit meiner Freundin habe ich mich vor kurzem darüber gestritten, ob es den sog. G-Punkt bei Frauen wirklich gibt. Sie behauptet ja. Doch mit meinem Freund habe ich bisher vergeblich danach gesucht. Kann es sein, daß wir uns dabei nur etwas dumm angestellt haben oder ist es möglich, daß ich gar keinen solchen Punkt habe?
(Rita, 19, Villingen-Schwennigen)

Nicht jede Frau reagiert auf die Berührung des G-Punkts

Liebe Rita! Der deutsch-amerikanische Gynäkologe Ernst Gräfenberg (daher der Name Gräfenbergsche-Punkt oder kurz G-Punkt) beschrieb als erster diesen für sexuelle Stimulation empfänglichen Punkt in der vorderen Wand der Vagina. Durch seine Stimulation soll bei einigen (nicht bei allen) Frauen eine intensive Form des Orgasmus ausgelöst werden. Bei manchen Frauen ist diese etwa fünfmarkstück große Region in der Scheide tastbar. Bei ihnen hebt sich der G-Punkt deutlich durch seine gröbere Struktur an der vorderen Scheideninnenwand von seiner Umgebung ab. Nicht jede Frau reagiert auf die Stimulation dieser Region gleich. Mag sein, daß das der Grund dafür ist, daß Du bisher vergeblich auf die lustvollen Körpersensationen gewartet hast.

Am leichtesten kann ihn Dein Freund ertasten, wenn er seinen Zeigefinger ganz in Deine Scheide einführt und dann den Finger leicht in Richtung Bauchdecke krümmt. Seine Fingerspitze ist dann nahe der Region, in der der G-Punkt liegen soll. Am besten sucht Ihr ihn gemeinsam, denn nur Du kannst ihm sagen, ob er ihn auch wirklich gefunden hat.

Übrigens: Inzwischen glauben ein paar Wissenschaftler einen neuen Lustpunkt in der Scheide entdeckt zu haben. Der sog. A-Punkt ("Anterior fornix erogenous", was etwa soviel bedeutet wie "vordere erogene Wölbung"), soll an der Vorderwand der Vagina, ungefähr in der Mitte zwischen dem G-Punkt und dem Muttermund liegen. Seine Reizung soll nicht nur orgastische Gefühle auslösen, sondern sich auch positiv auf die Produktion der vaginalen Gleitflüssigkeit auswirken.

Doch egal ob G-Punkt oder A-Punkt: Wer davon ausgeht, daß man so einfach per "Knopfdruck" bei der Partnerin sexuelle Lust entfachen kann, der wird enttäuscht. Denn zu lustvollem Sex gehört eben nun mal viel mehr als nur technische Raffinesse.

Die weibliche Pubertät

Alter
Mädchen kommen etwa ein Jahr früher in die Pubertät als Jungs. Bereits mit acht Jahren beginnen sich der Busen und die Hüften zu runden. Oft allerdings so minimal, dass diese körperliche Veränderung erst mal kaum auffällt. Und außerdem dauert es jetzt noch ungefähr fünf weitere Jahre, bis die erste Regelblutung einsetzt. Ausgelöst wird die Pubertät durch das GnRH
(=Gonadotropin-Releasing-Hormon), das als Botenstoff vom Zwischenhirn an die Hirnanhangsdrüse gesandt wird. Dadurch werden von nun an Sexualhormone ausgeschüttet, durch die das Mädchen zur Frau wird.

Ausfluss
Die natürliche, weissliche und etwas schleimige Flüssigkeit, die täglich in winziger Menge aus der Scheide austritt, dient dazu, die Vagina zu reinigen. Zu einem verstärkten Ausfluß kann es in Streß- und Angstsituationen kommen, was auch ganz normal ist. Mädchen, die noch nicht ihre Tage haben, bemerken oft plötzlich, daß aus ihrer Scheide ein sehr heller, zähflüssiger Schleim austritt. Dieser "Weißfluß" ist kein Grund zur Sorge, sondern der Vorbote der ersten Menstruation.

WICHTIG: Wenn der Schleim jedoch unangenehm riecht, blutig ist und juckt, sollte umgehend eine Frauenärztin aufgesucht werden. Denn dies können Anzeichen für eine krankhafte Infektion sein, die sofort behandelt werden muß.

Dysmenorrhöe
ist eine typische "Frauenkrankheit": Damit das Menstruationsblut vom Körper abtransportiert werden kann, ziehen sich die Gebärmuttermuskeln rhythmisch zusammen. Oft so stark, daß etwa jedes fünfte Mädchen unter extrem schmerzhaften Bauchkrämpfen leidet. Während Ärzte von heißen Entspannungsbädern und einer Wärmflaschen-"Therapie" abraten, weil auf diese Weise einer eventuellen unerkannten Unterleibsentzündung Vorschub geleistet wird, hilft unter Umständen:

  • bei einer kleinen hormonellen Störung die gezielte Einnahme einer niedrig dosierten Pille (muß vom Frauenarzt diagnostiziert und verschrieben werden!)

  • Entspannungsübungen (z.B. autogenes Training, Yoga)

  • der Verzicht auf stark gewürzte Speisen

  • die Anwendung von Binden statt Tampons

  • zärtlich-sanfte Streicheleinheiten des Freundes

  • Selbstbefriedigung

  • Akupressur. Das ist eine "Punktmassage" mit den Fingerspitzen.  Am unteren Rücken, direkt über den Pomuskeln, haben die meisten Mädchen zwei Grübchen. Wenn diese beiden Punkte mit den Fingerspitzen leicht kreisend massiert werden, bessern sich Regelschmerzen meist oder verschwinden sogar ganz. Die Massage sollte jeweils nur eine halbe Minute dauern. Dann ebensolang pausieren und anschließend wieder massieren. Das sollte drei oder viermal wiederholt werden. Tritt keine Besserung ein, kann man das Ganze nach einer halben Stunde noch einmal wiederholen.

  • Heilkräutertees aus verschiedenen Pflanzen wie z.B. Pfefferminze, Spitzwegerich, Dost, Bibernelle, Frauenminze, Kamille und Melisse wirken lindernd bei Menstruationsschmerzen. Sie bekommt man im Reformhaus oder in der Apotheke. Mehrmals am Tag eine Tasse wirkt entspannend und krampflösend auf den Organismus.

Entwicklung
In der Pubertät verändern sich Körper und Gefühlsleben unter dem Einfluß von verschiedenen Hormonen. In den Eierstöcken werden das "weibliche" Hormon Östrogen und (bereits einige Jahre früher) in einer Nebennieren-Zone auch "männliche" Hormone produziert, die – wie angenommen wird – später u.a. für das Wachsen der Schambehaarung zuständig sind. Das Somatotropien bestimmt die Körperlänge (manche Mädchen wachsen jetzt bis zu zwölf Zentimeter im Jahr!), und die Sexualhormone lassen die Knochen reifen. Während im letzten Jahrhundert ein Mädchen erst mit 17 seine erste Periode bekam, setzt heute mit durchschnittlich zwölfeinhalb Jahren die Menstruation ein.

Figur
In der Pubertät wächst das Interesse für den eigenen Körper enorm. Man steht stundenlang vorm Spiegel, registriert selbst die kleinste Veränderung, beobachtet entweder fasziniert oder frustriert jede neue Wölbung und Rundung sowie jedes winzige Sprießen bisher nicht vorhandener Härchen. Die Wissenschaft spricht dann von "pubertärem Narzißmus", einer wichtigen Art von Eigenliebe, die einem Mädchen lernen hilft, mit sich besser klarzukommen. Viele Mädchen fühlen sich während der Pubertät nicht wohl in ihrem Körper. Die einen machen sich Sorgen, ob ihr Busen genügend wächst, die anderen schämen sich für ihre vermeintlich zu üppige Oberweite. Die einen empfinden sich als zu dick, die anderen als zu dünn, und wieder andere glauben, zu klein oder zu groß geraten zu sein. Daß ein Mädchen mit 14 Jahren schon körperlich total ausgewachsen ist, während sich bei einem anderen vielleicht gerade erst sehr zaghaft der Busen auszubilden beginnt, ist völlig "normal". Mädchen sollten versuchen, auf bestmögliche Weise ihren Körper zu akzeptieren! Denn verändern können sie ihn in dieser Zeit sowieso nicht.

Figurprobleme der Mädchen:
86% gefällt ihr Busen nicht
72% finden ihren Po nicht perfekt
53% ist ihr Bauch zu dick
49% wünschen sich schlankere Oberschenkel
24% hätten gern längere Beine

Geschlechtsreife
Aus medizinischer Sicht ist ein Mädchen dann geschlechtsreif, wenn es zur ersten Monatsblutung kommt. Vom Gesetzgeber her werden Heranwachsende bis zu ihrem 14. Lebensjahr jedoch als Kinder angesehen, die ihre Sexualität nicht frei ausleben dürfen. So macht sich z.B. ein 15jähriger Junge strafbar, wenn er mit einem 13jährigen Mädchen schläft (auch wenn sie ihn dazu verführt!). Aus psychologischer Sicht wiederum ist jeder erst dann wirklich reif für partnerschaftlichen Sex, wenn er versteht, worum es dabei geht: um Liebe, Vertrauen, den ernsthaften Versuch, sich gegenseitig glücklich zu machen. Geschlechtsreife heißt also nicht unbedingt, auch reif für sexuelle Handlungen mit einem anderen zu sein. Andererseits ist besagte seelische Reife nicht immer vom Alter abhängig: Ein Erwachsener, der verantwortungslos und ohne Rücksicht auf Gefühle wahllos seinen sexuellen Bedürfnissen nachgibt, ist sicher weniger reif als ein 14jähriges Pärchen, das aus inniger Liebe und mit sicherer Verhütung miteinander schläft.

Intimsphäre
Viele Mädchen fühlen sich oft von ihren Eltern auf unangemessene Weise kontrolliert und in ihrer Intimsphäre verletzt. Dabei ist dieses Persönlichkeitsrecht sogar im Grundgesetz, Art. 2, verankert. Jeder hat ein Anrecht auf einen unantastbaren Bereich seines Lebens, seiner Gedanken und Gefühle. Darunter fallen auch das Briefgeheimnis und private Tagebuchaufzeichnungen! Wer dahingehend Probleme mit Vater und/oder Mutter hat, sollte offen darüber sprechen! Denn das Bedürfnis nach Wahrung der eigenen Intimsphäre hat nichts mit Geheimniskrämerei oder mangelndem Vertrauen zu tun, sondern ist einfach lebensnotwendig!

Menarche
ist der Begriff für die erste Menstruationsblutung. Sie wird allgemein als Zeichen dafür angesehen, daß ein Mädchen von nun an fortpflanzungsfähig ist. ABER: Dies heißt nicht, daß ein Mädchen vor der Menarche nicht schwanger werden kann! Denn es ist durchaus möglich, daß ein befruchtungsfähiges Ei schon vor der ersten Menstruation freigesetzt wird!

Menstruation
Ab der Menarche bereitet sich die Gebärmutter jeden Monat neu auf ein befruchtetes Ei vor. Hat keine Befruchtung stattgefunden, wird die dafür produzierte Schleimhaut abgestoßen, und es kommt etwa zwischen dem 21. bis 35. Tag zur Blutung, die ungefähr zwischen drei und sechs Tagen dauern kann.

5 wichtige Infos:

  • Bei manchen Mädchen dauert es nach der Menarche zunächst mehr als vier, fünf Wochen, bis es zur "regulären" Monatsblutung kommt.

  • Es ist möglich, daß die Periode erst mal in unregelmässigen Abständen auftritt und auch von unterschiedlicher Dauer ist. Bei vielen heranwachsenden Mädchen muß sich der Zyklus erst einpendeln

  • Starker Gewichtsverlust (z.B. durch Krankheit oder extreme Diät) kann dazu führen, daß die Menstruation völlig ausbleibt.

  • Auch Leistungssport oder dauernde Stresseinwirkung (etwa durch enorme schulische oder familiäre Probleme) wirken sich negativ auf den Zyklus aus. In all diesen Fällen sollte unbedingt ein Frauenarzt befragt werden!

  • Auch wenn es mal sehr stark zu bluten scheint, keine Angst: In der Regel werden insgesamt nur ungefähr 50-80 Milliliter Blut ausgeschieden. Das ist etwa eine halbe Teetasse voll.

Monatshygiene
Tägliches Waschen des Intimbereichs mit Wasser und einer milden Waschlotion ist selbstverständlich. Während der Periode brauchen Mädchen aber noch eine spezielle "Monatshygiene"!

Tampons:
* Es gibt sie in verschiedenen Größen. Die Miniausführung kann auch von Mädchen mit intaktem Hymen problemlos angewandt werden (das Jungfernhäutchen ist sehr dehnbar!)
* Am besten lässt sich der Tampon in entspannter Position in die Scheide einführen: in leicht nach vorn gebeugter Haltung oder indem ein Bein etwas aufgestützt wird. Der Tampon sitzt dann perfekt, wenn er nicht mehr spürbar ist. (Gebrauchsanweisung der Packung beachten!)

Binden:
* Sie werden in den Slip gelegt oder geklebt, die Blutung wird also außerhalb des Körpers abgefangen.
* Auch Binden gibt es in unterschiedlichen Stärken und Ausführungen. Manche Produkte sind mit einem Deo versehen, da sich Blut zersetzt und unangenehm riechen kann, sobald es mit Luft in Kontakt kommt.

Wichtig! Die Monatshygiene muss regelmäßig gewechselt werden, egal, ob Tampons oder Binden: Bei starker Blutung nach etwa drei Stunden, bei schwacher ungefähr alle fünf Stunden!

LinkTipp:
ob-Beratung: 0180 30 30 453
ob-Probenbestellung: 0180 30 30 452
o.b.: www.ob-online.de

PMS
ist die Abkürzung für "Prämenstruelle Störungen", die bis zu einer Woche vor der Periode auftreten können. Manche Mädchen sind dann auffallend müde, extrem nervös oder haben sogar echte Depressionen. Abhilfe bringen Entspannungsübungen, autogenes Training oder Bäder mit Melissenzusatz (vgl. auch Dysmenorrhöe) Wer sich zusätzlich vor Augen hält, daß diese psychischen Störungen natürlichen Ursprungs  sind, wird besser damit klarkommen.

Probleme mit Familie, Freunden und Umwelt entstehen in der Pubertät aus vielerlei Gründen:

  • Die Eltern wollen nicht wahrhaben, daß aus ihrem Kind langsam eine Frau wird.

  • Es findet eine Abnabelung von zu Hause statt, Mutter bzw. Vater spielen nun vorübergehend nur eine untergeordnete Rolle.  Freunde werden wichtiger.

  • Das Mädchen kommt mit dem Erwachsenwerden nur schwer zurecht

  • Manchmal machen sich Mädchen Gedanken, weil sich nach gleichgeschlechtlichen Zärtlichkeiten sehnen. Doch auch das gehört zur Entwicklung dazu, schließlich ist ein Junge ein sexuell (noch) unbekanntes Wesen.

  • Das Mädchen muß erst seine eigene Identität finden.

Oft kommt es dabei.....

  • zu einem übertriebenen Starkult; das Mädchen flüchtet sich in eine Scheinwelt.

  • zu Magersucht (= Essensverweigerung) oder Bulimie (= Ess-Brech-Sucht), was bei beiden Störungen lebensbedrohend werden kann.

Wichtig in allen Fällen ist, daß das Mädchen jemanden hat, dem es sich anvertrauen kann. Sei es die beste Freundin, eine verständnisvolle Lehrerin oder jemand aus der Verwandtschaft. Die Eltern müssen sich vor Augen halten, daß ihre Tochter nun eine sehr aufregende und bedeutungsvolle Lebensphase durchmacht. Im Idealfall sind sie da, wenn sie gebraucht werden, und halten sich zurück, wenn das Mädchen seinen Weg allein gehen will.

Schambehaarung
Zum Wachstum der Härchen auf dem Venushügel und in den Achselhöhlen kommt es meist kurz vorm Auftreten der Menarche. Auch dies ist ein Zeichen für die bevorstehende Geschlechtsreife und richtet sich bezüglich Art und Stärke jeweils nach dem persönlichen Typ eines Mädchens! Denn die Körperbehaarung ist weitgehend genetisch festgelegt.

Schwangerschaftsabbruch

Ich habe die totale Panik. Ich habe mit meinem Freund geschlafen ohne daß wir verhütet haben. Sonst benutzen wir immer Kondome, doch diesmal weiß ich auch nicht, warum wir beide nicht dran gedacht haben. Ich glaube, daß uns irgendwie das Risiko gereizt hat. Jedenfalls habe ich jetzt total Angst, daß ich schwanger bin. Könnt ihr mir sagen, was ich jetzt tun soll und wie das ist, wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen will. Denn jetzt schon ein Kind zu kriegen, das wäre der totale Wahnsinn für mich. (Angelika, 17, Hannover)

Laß zunächst einen Schwangerschaftstest machen !

Hallo Angelika! Ist es bei Dir für eine Nachverhütung mit der "Pille Danach" innerhalb von 48 Stunden nach einem "Verhütungsunfall" bereits zu spät? Wenn nicht, dann solltest Du sofort zu Deiner Ärztin gehen und das mit ihr besprechen. Sie kann dann auch anhand Deiner Zyklusdaten ausrechnen, wie groß Dein Risiko ist, evtl. schwanger geworden zu sein. Doch das ist nur eine erste Einschätzung. Ein sicheres Ergebnis bekommst Du nur durch einen Test.

Doch einen aussagekräftigen Schwangerschaftstest kannst Du frühestens an dem Tag machen, an dem Deine nächste Regel kommen soll. Du kannst Dir dafür zwar einen Test zum Selbermachen in der Apotheke besorgen, doch ich würde Dir raten, ihn lieber von einem Arzt oder in einer Beratungsstelle (z.B. Pro Familia) durchführen zu lassen. Denn dort kann man Dir dann auch gleich weiterhelfen, solltest Du tatsächlich schwanger sein.

Ist der Test "positiv" (schwanger!) und Du willst einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen, dann solltest Du folgendes wissen:

- Jede Frau ab dem 16. Lebensjahr hat in Deutschland das Recht bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Ist sie unter 16 Jahren, braucht sie dazu das Einverständnis der Eltern.

- Voraussetzung für einen Abbruch ist die sog. Beratungsbescheinigung, die Du einem Arzt vor dem Eingriff vorlegen mußt. Du bekommst sie, wenn Du Dich von einer dafür zugelassenen Stelle (das sind z.B. Schwangeren-Beratungsstellen der Kirchen, die Gesundheitsämter oder die Pro Familia Beratungsstellen) über private und öffentliche (finanzielle) Hilfen informieren läßt, die es Dir erleichtern könnten ein Kind auszutragen. Nach den gesetzlichen Regelungen des § 218 mußt Du Dir das anhören, um die Bescheinigung zu bekommen. Dort kannst Du dann auch entsprechende Adressen von Ärzten bekommen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen dürfen.

- Ein Schwangerschaftsabbruch wird meist ambulant in einer ärztlichen Praxis oder in sog. Tageskliniken durchgeführt. D.h. die Frau kann anschließend nach Hause gehen, muß sich danach aber noch ein paar Tage schonen. Üblicherweise wird die sog. Absaugmethode angewendet. Sie ist am schonendsten. Dabei wird die befruchtete Eizelle zusammen mit der Schleimhaut über ein Kunststoffrohr aus der Gebärmutter abgesaugt. Die gesundheitlichen Risiken des Eingriffs sind verhältnismäßig gering. Negative Einflüsse auf spätere Schwangerschaften sind selten.

- Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch (zwischen 300 und 500 Mark) muß die Frau bzw. das Paar selbst bezahlen. Wer das nicht bezahlen kann, der stellt einen Antrag auf Kostenübernahme.

- Auch wenn Eltern, Freunde oder andere Verwandte oft Einfluß nehmen: Die Entscheidung darüber, ob Du die Schwangerschaft austrägst oder einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen läßt liegt allein bei Dir. Niemand kann Dich zu etwas zwingen. Trotzdem ist es gut, sich die Argumente anderer anzuhören und zu überdenken.

- Nach der 12. Schwangerschaftswoche ist in Deutschland ein Schwangerschaftsabbruch nur noch aus medizinischen Gründen möglich. Für eine Entscheidung und die notwendige Beratung bleiben Dir daher meist nur wenige Wochen.

Wenn Du wissen willst, welche Unterstützung Du zu erwarten hast, wenn Du Dich für ein Kind entscheidest, dann wende Dich an die Schwangeren-Beratungsstellen der Kirchen, des Gesundheitsamts oder an Pro Familia. Wo die nächste Pro Familia Beratungsstelle in Deiner Nähe ist, kannst Du hier  erfahren.

Pro Familia bietet Dir (wenn Du willst auch gemeinsam mit Deinem Freund) Beratungsgespräche an, die Dir helfen, die für Dich richtige Entscheidung treffen zu können. Auch wenn Du im Nachhinein Probleme mit Deiner Entscheidung haben solltest, kannst Du Dich vertrauensvoll an Pro Familia wenden.

 

Hab ich eine Pilzinfektion?

(Quelle: PopRocky 21/1996)

Vor kurzem las ich, dass ein Mädchen eine Pilzinfektion hatte. Ich glaube, das ist auch bei mir der Fall: Ich habe so weisslichen-gelben Schleim im Slip! Stimmt es denn, dass man dadurch nach eine Weile unfruchtbar werden kann? Ich habe das nämlich schon lange, bestimmt über ein halbes Jahr! Es juckt manchmal ziemlich, aber dann auch wieder nicht. Manmal kratze ich mir die Scheide ganz wund. Trotzdem traue ich mich nicht zum Frauenarzt zu gehen. Was soll ich denn nur tun? Ich möchte auf keinem Fall unfruchtbar werden! (Petra, 13)

Alles was Du mir geschildert hast, deutet auf eine leichte Scheideninfektion hin. Mit absoluter Sicherheit kann das aber nur ein Frauenarzt beurteilen, der Dich gründlich körperlich untersucht hat. Wenn Du also Klarheit über die Frage der Pilzinfektion haben willst, musst Du zum Frauenarzt. Dazu gibt es keine Alternative. Vor allem besteht in der Tat die Gefahr, dass Du bei einer verschleppten Scheideninfektion irgendwann unfruchtbar werden kannst. Da Du das auf keinem Fall möchtest, ist wohl klar, was Du jetzt tust. Du suchst Dir, vielleicht auf Empfehlung Deiner Freundinnen, einen netten Frauenarzt oder eine Frauenärztin, der Du vertrauen kannst. Sollte Deine Angst davor allerdings sehr gross sein, vereinbare doch erst mal nur ein Rede-Termin, um Deine Angst abzubauen. Nimm vielleicht eine Freundin mit, das hilft oft. Du wirst sehen, es ist halb so schlimm ! Vor allem wirst Du Dich hinterher erleichtert fühlen und endlich keine Angst mehr haben. Nur Mut, Du musst bloss den ersten Schritt wagen!

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